Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Unterschiede der funktionellen Ergebnisse nach perforierender Keratoplastik wegen Keratokonus und Fuchsscher Dystrophie

Seitz B., Langenbucher A., Küchle M., Naumann G. O. H.

Augenklinik mit Poliklinik der Universität Erlangen-Nürnberg, Schwabachanlage 6, D- 91054 Erlangen

Hintergrund und Ziele: Keratokonus (K) und Fuchssche Dystrophie (F) führen in unserer Klinik bei weitem das Indikationsspektrum für eine perforierende Keratoplastik (PK) an. Ziel dieser Studie war es, die Unterschiede bezüglich Astigmatismus, topographischer Regularität und Visus nach PK im Vergleich von K und F zu untersuchen.
Patienten und Methoden: Die Einschlußkriterien für diese prospektive, klinische Querschnittstudie waren: (1) Ein Operateur, (2) Zentrale runde Erst-PK ohne Voroperationen, (3) F (7,5/7,6 mm, n=73) oder K (8,0/8,1 mm, n=106), (4) Doppeltfortlaufende Kreuzstichnaht. Ausschlußkriterien waren (1) Makulopathien, (2) Optikusatrophien oder (3) Amblyopien. Bei 179 Patienten (mittleres Alter 51±18 Jahre) wurde die PK randomisiert entweder mittels 193 nm Meditec Excimerlasers entlang von Metallmasken (50 K, 32 F) oder mittels Motortrepan (Mikrokeratron, Geuder) (53 K, 35 F) durchgeführt. Bei 69% der F erfolgte eine Triple-Prozedur. Folgende Zielgrößen wurden untersucht: 1) keratometrischer Netto-Astigmatismus, 2) Surface regularity index (SRI) und Surface asymmetry index (SAI) des TMS-1 Topographiesystems, 3) bestkorrigierter Brillenvisus und sphärisches Äquivalent (SÄQ) - jeweils mit und ohne Fäden. Die mediane Beobachtungsdauer betrug 3,2 Jahre.
Ergebnisse: Zwischen F und K bestand weder vor (3,5 D/3,25 D Median) noch nach Fadenentfernung (5,0 D/4,0 D) ein signifikanter Astigmatismus-Unterschied (p>0,1). Sowohl vor (1,53/1,18) als auch nach Fadenentfernung (1,08/0,78) lag der SRI bei F signifikant höher als bei K (p</=0,0001). Auch der SAI war sowohl vor (1,25/0,72) als auch nach Fadenentfernung (0,91/0,58) bei F signifikant größer als bei K (p</=0,0001). Der Visus war sowohl vor (0,50/0,60) als auch besonders nach Fadenentfernung (0,50/0,70) bei F signifikant niedriger als bei K (p<0,0001), wobei jeweils das SÄQ bei K signifikant myoper war als bei F (p<0,02).
Schlußfolgerungen: Die Visusergebnisse bei K nach PK übertreffen deutlich diejenigen bei F. Dieses Ergebnis mag bei vergleichbarer Astigmatismushöhe vor allem auf der stärker irregulären Topographie des Transplantates bei F mit kleinerem Transplantatdurchmesser beruhen. Allerdings ist der Einfluß eines instabilen Tränenfilms bei älteren Patienten mit F nicht auszuschließen.




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