Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Impressum



PCR-Nachweis und Typisierung von Herpes-simplex-Virus in Hornhaut-Abstrichen und Vorderkammer-Punktaten bei Keratitis

1Sengler U., 1Reinhard T., 2Adams O., 2Krempe C., 1Sundmacher R.

Augenklinik1 und Institut für Med. Mikrobiologie und Virologie2, Universitätsklinikum, Moorenstr. 5, D-40225 Düsseldorf

Hintergrund: In dieser Studie soll die Polymerase-Chain-Reaction (PCR) als ergänzende diagnostische Methode bei epithelialer, stromaler oder endothelialer Keratitis und Iritis mit vermuteter oder sicherer herpetischer Genese überprüft werden. Insbesondere wird bei positivem PCR-Nachweis auf Herpes-simplex-Virus (HSV) Typ 1 und 2 analysiert, um zu überprüfen, ob wir klinisch weiterhin fast nur mit HSV 1-Infektionen zu tun haben.
Methode: Bei epithelialer und stromaler Keratitis wurden Hornhaut- Abstriche mit einem Zytologie-Bürstchen gewonnen, in steriler Kochsalz- Lösung aufgeschwemmt und mittels Screening-PCR auf HSV getestet. Punktat-Flüssigkeit aus der Vorderkammer bei Endotheliitis und Iritis wurde ebenfalls mittels Screening-PCR getestet. Im Falle eines positiven Ergebnisses wurde eine zweite PCR-Untersuchung zur Typisierung in HSV 1 und 2 durchgeführt.
Ergebnisse: Unter 21 Hornhaut-Abstrichen fand sich 12 mal ein positives PCR-Ergebnis für HSV. Von diesen 12 HSV-positiven Abstrichen konnte bei einem Abstrich HSV 2, bei den übrigen HSV 1 durch die zweite PCR nachgewiesen werden. Weiterhin wurden 15 Vorderkammer-Punktate analysiert, davon 6 mit positivem Ergebnis in der Screening-PCR. In der Typisierung waren alle HSV 1-positiv.
Schlußfolgerung: Die PCR ist als Ergänzung der sonst weitgehend klinischen Diagnostik geeignet. In der Verteilung der HSV Typen 1 und 2 zeigt sich unverändert ein sehr deutliches Überwiegen des Typ 1 bei okulären Infektionen.




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