Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Intravitreale kristalline Kortisoninjektion als Zusatztherapie der proliferativen diabetischen Retinopathie

Söfker A., Jonas J. B.

Universitätsaugenklinik, Fakultät für Klinische Medizin Mannheim, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Zielsetzung: Ziel der Studie ist die Beobachtung des klinischen Verlaufs und des Auftretens von Komplikationen bei Patienten, bei denen eine Pars Plana Vitrektomie mit zusätzlicher intravitrealer Injektion von kristallinem Triamcinolon Acetonid zur Therapie der proliferativen diabetischen Retinopathie durchgeführt wurde.
Methoden: In die prospektive interventionelle Studie eingeschlossen wurden 29 Augen von Patienten mit komplizierter proliferativer diabetischer Retinopathie mit zentraler retinaler Traktionsamotio, die am Ende der durchgeführten Pars Plana Vitrektomie eine intravitreale Injektion von 15 bis 20 mg kristallinem Kortison erhielten und alle von demselben Chirurgen operiert wurden. Der mittlere Nachbeobachtungszeitraum war 1.4 ± 1.1 Monate (Median, 1 Monat; 0.30 - 4.9 Monate).
Ergebnisse: Am Ende des Nachbeobachtungszeitraums lag bei 26 (89.7%) der 29 Patienten die Netzhaut an, bei drei Patienten (10.3%) zeigte sich eine Re-Amotio retinae. Keiner der Patienten entwickelte eine Rubeosis iridis. Bei allen 12 Patienten, bei den präoperativ eine Rubeosis iridis beobachtet wurde, gingen die Irisneovaskularisationen postoperativ gering bis deutlich zurück. Die prä- und postoperativ gemesssenen Augeninnendruckwerte (p=0.72) und Blutglucosewerte unterschieden sich nicht signifikant.
Schlußfolgerung: Die intravitreale Injektion von kristallinem Kortison scheint nicht toxisch auf intraoculare Strukturen zu wirken. In weiteren klinischen Studien muß untersucht werden, ob der antiphlogistische und antiproliferative Effekt des intravitreal injizierten Kortisons bei der Behandlung der proliferativen diabetischen Retinopathie möglicherweise als zusätzliche Maßnahme von Nutzen sein kann.




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