Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Intravitreale kristalline Kortisoninjektion als Zusatztherapie der proliferativen Vitreoretinopathie

Söfker A., Jonas J. B.

Universitätsaugenklinik, Fakultät für Klinische Medizin Mannheim, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Zielsetzung: Ziel der Studie ist die Beobachtung des klinischen Verlaufs und des Auftretens von Komplikationen bei Patienten, bei denen eine Pars Plana Vitrektomie mit zusätzlicher intravitrealer Injektion von kristallinem Triamcinolon Acetonid zur Therapie der proliferativen Vitreoretinopathie durchgeführt wurde.
Methoden: In die Studie eingeschlossen wurden 16 Augen von Patienten mit proliferativer Vitreoretinopathie, die am Ende der durchgeführten Pars Plana Vitrektomie eine intravitreale Injektion von 10 bis 20 mg kristallinem Kortison erhielten und alle von demselben Chirurgen operiert wurden. Der mittlere Nachbeobachtungszeitraum war 1.64 ± 2.15 Monate (Median, 1.23 Monate; 0.20 - 9.20 Monate). Die Studiengruppe wurde verglichen mit einer Kontrollgruppe von 144 Patienten bei denen ebenfalls von demselben Chirurgen eine Pars Plana Vitrektomie durchgeführt worden war.
Ergebnisse: Verglichen mit der Kontrollgruppe zeigte sich in der Studiengruppe bei der Spaltlampen-Biomokroskopie weniger intraocularer Reizzustand, der Funduseinblick bei der Ophthalmoskopie in der ersten Woche postoperativ war klarer und der postoperative Schmerz in den ersten zwei postoperativen Tagen war reduziert. Der Augeninnendruck, gemessen am Ende der ersten postoperativen Woche, unterschied sich nicht signifikant zwischen den beiden Gruppen. Postoperative infektiöse Endophthalmitiden wurden nicht beobachtet.
Schlußfolgerung: Die intravitreale Injektion von kristallinem Kortison scheint nicht toxisch auf intraoculare Strukturen zu wirken, reduziert den intraoculären Reizzustand und kann bei der Behandlung der proliferativen Vitreoretinopathie möglicherweise als zusätzliche Maßnahme von Nutzen sein.




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