Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Intravitreale kristalline Kortisoninjektion zur Therapie der progressiven exsudativen altersassoziierten Maculadegeneration

Söfker A., Jonas J. B.

Universitätsaugenklinik, Fakultät für Klinische Medizin Mannheim, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Zielsetzung: Ziel der Studie ist die Beobachtung des klinischen Verlaufs bei Patienten, bei denen eine intravitreale Injektion von kristallinem Triamcinolon Acetonid zur Therapie der progressiven exsudativen altersassoziierten Maculadegeneration durchgeführt wurde.
Methoden: In die prospektive konsekutive interventionelle Studie eingeschlossen wurden 54 Augen von Patienten mit progressiver exsudativer altersassoziierter Maculadegeneration mit subretinaler Neovaskularisationsmembran und progressivem Visusverlust. Die Patienten erhielten eine intravitreale Injektion von 25 mg kristallinem Kortison erhielten in topischer Anästhesie. Der Nachbeobachtungszeitraum war 2.85 ± 2.24 Monate (Median, 2.3 Monate).
Ergebnisse: Im Vergleich der letzten postoperativen mit der präoperativen Untersuchung zeigt sich ein Anstieg des Visus bei 36 Patienten (36/54 = 66.7) und ein Visusverlust bei 11 Patienten (11/54 = 20.3%). Bei 7 Patienten (7/54 = 13.0%) blieb der Visus stabil. Die Fläche der subfovealen Fluoreszeinleckage im Fluoreszenzangiogramm wurde bei 18 von 26 (69.2%) Patienten kleiner, bei 8 Patienten (8/26 = 30.8%) nahm die Leckage postoperativ weiter zu. Der Augeninnendruck stieg statistisch signifikant (p=0.001) an von 15.4 ± 2.8 mmHg (n=54) präoperativ auf 25.5 ± 112.9 mmHg (n=29) bei der fünften postoperativen Untersuchung 77.6 ± 33.3 Tage nach der Injektion. Der Grad der kortikalen, nukleären und subkapsulären Katarakt nahm während des Nachbeobachtungszeitraums signifikant (p<0.05) zu.
Schlußfolgerung: Die intravitreale Injektion von kristallinem Kortison kann bei der Behandlung der exsudativen altersassoziierten Maculadegeneration möglicherweise von Nutzen sein kann. Nebenwirkungen wie eine Augeninnendruckerhöhung und Zunahme der Katarakt müsssen mit in Betracht gezogen werden.




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