Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Toxische Wirkung von löslichem und kristallinem Triamcinolon Acetonid auf RPE und Chorioidea

Spandau U., Jonas J. B.

Universitätsaugenklinik Mannheim, Fakultät für Klinische Medizin Mannheim der Universität Heidelberg

Absicht: In neuerenTherapieansätzen wird Triamcinolon Acetonid (TA) bei intraokulären neovaskulären, ödematösen oder entzündlichen Erkrankungen, wie AMD und Diabetes mellitus, intravitreal injiziert. Diese Studie soll die toxische Wirkung von löslichem und kristallinem (TA) auf das Auge untersuchen.
Material und Methoden: Eine Primärkultur von humanen RPE Zellen wurde mit löslichem und kristallinem TA in Konzentrationen von 2mg/ml und 4mg/ml für 10 Tage inkubiert. Die Anzahl der Zellen wurde gezählt und ihre Morphologie untersucht. Ein BrdU-ELISA wurde zur Messung der Proliferationsrate der RPE Zellen eingesetzt. Schweine Augen wurden seziert und mit löslichem und kristallinem TA inkubiert.
Ergebnisse: Nach 10d Inkubation mit kristallinem TA zeigte sich eine moderate Abnahme der h-RPE Zellen. Nach Inkubation mit löslichem TA ergab sich nach 3d eine starke Abnahme der h-RPE Zellen. Die Kontrollgruppe zeigte einen kontinuierlichen Anstieg. Morphologisch zeigten die h-RPE-Zellen eine Zunahme ihres Zellvolumens mit Inkorporation von TA. Mit kristallinem TA inkubierte h-RPE-Zellen zeigten im BrdU ELISA nach 3d eine Zunahme der Proliferation. Die Inkubation mit löslichem TA resultierte nach 3d in eine deutliche Abnahme der Proliferation der h-RPE Zellen. Sezierte Schweine Augen zeigten nach 7d Inkubation mit kristallinem TA keine morphologischen Veränderungen. Nach Inkubation mit löslichem TA zeigten RPE und Chorioidea eine signifikante Atrophie und Hyperplasie.
Schlußfolgerung: Die Ergebnisse zeigen, dass lösliches, nicht aber kristallines TA in Konzentrationen von 2 mg/ml und 4mg/ml für okuläre Strukturen wie RPE und Aderhaut toxisch ist.




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