Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Untersuchung zur Häufigkeit und Ausprägung der Atopie bei Patienten mit Keratokonus

Spang A., Kienecker C., Ruprecht K. W.

Universitäts-Augenklinik, Kirrbergerstr. 1, D-66424 Homburg

Einleitung: Das gemeinsame Auftreten von Keratokonus und Atopie ist bekannt. Bezogen auf die Häufigkeit einer Atopie bei Patienten mit Keratokonus zeigen sich in der Literatur jedoch große Schwankungsbreiten. Zur weiteren Klärung dieses Sachverhaltes wurde in der vorliegenden Studie die Häufigkeit und Ausprägung der Atopie bei Keratokonuspatienten untersucht.
Material und Methoden: In die retrospektive Studie wurden insgesamt 169 Keratokonuspatienten aufgenommen. Zur Diagnosesicherung wurde bei allen Patienten eine computergestützte Hornhauttopographie durchgeführt und der Schweregrad des Keratokonus anhand der Hornhautradien bestimmt. Die Patienten wurden über das Auftreten allergischer Erkrankungen befragt und der Ausprägungsgrad exakt dokumentiert. Untersucht wurde die Häufigkeit und Ausprägung der Atopie im Verhältnis zum Schweregrad des Keratokonus.
Ergebnisse: Das Alter der Patienten lag zwischen 13 und 77 Jahren. 77 Patienten (45,6%) hatten keine Allergie. 92 Patienten (54,4%) gaben allergische Erkrankungen an. Bei 35 Patienten (20,7 %) war wegen fortgeschrittenem Keratokonus eine perforierende Keratoplastik durchgeführt worden. Mit zunehmendem Schweregrad des Keratokonus nahm die Atopiehäufigkeit zu, von 49,2% bei Patienten mit geringem Keratokonus auf 62,9% bei Patienten mit Keratoplastik. Eine Korrelation zwischen zunehmendem Schweregrad des Keratokonus und stärkerer Ausprägung der Atopie war nicht nachweisbar.
Schlußfolgerung: Bei mehr als der Hälfte aller Keratokonuspatienten ist mit einer allergischen Erkrankung zu rechnen. Dies kann zu Problemen bei der Kontaktlinsenversorgung oder zu Komplikationen nach Keratoplastik führen. Konservierungsstoffreie Mittel zur Kontaktlinsenhygiene und Augentropfen sind aus diesen Gründen vorteilhaft.




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