Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Temporäre Silikonöl- als Alternative zur Luft-/Gas-Tamponade bei der Therapie von Makulaforamina

1Staudt S., 2Unnebrink K., 1Jorzig J., 1Holz F. G.

1Universitäts-Augenklinik Heidelberg, INF 400, 2Koordinierungszentrum für Klinische Studien Heidelberg, INF 305, 69120 Heidelberg

Hintergrund: Für die Tamponade nach Makulaforamen-Operation wird im allgemeinen ein Gas-/Luftgemisch eingesetzt. Allerdings ist die postoperative Kopftieflagerung für einige Patienten nur bedingt oder gar nicht durchführbar. Wir benutzten Silikonöl (SÖ) als temporäre Tamponade ohne postoperative Lagerung und verglichen Lochverschlußraten, Visus-entwicklung, Nebenwirkungen und fluoreszeinangiographische Veränderungen mit der Luft-/Gastamponade.
Methode: Zwischen 10/1997 und 04/2001 wurde bei insgesamt 129 Augen von 120 Patienten eine Makulaforamen-Operation durch einen Operateur (FGH) durchgeführt. Bei 24 Augen erfolgte nach ppV und ILM-Peeling eine temporäre Tamponade mit SÖ (5000 cs). Zur Gastamponade wurde 16 % C2F6 verwandt. Postoperative Verlaufsuntersuchungen umfaßten u.a. standardisierte Visusbestimmungen und digitale Fluoreszein-Angiographien mittels konfokalem SLO (Heidelberg Retina Angiograph), die von zwei unabhängigen Untersuchern ausgewertet wurden.
Ergebnisse: Die Lochverschlußrate betrug 91 % in der Gruppe mit Gastamponade gegenüber 87,5 % in der mit SÖ-Tamponade. Die durchschnittliche postoperative Visussteigerung lag bei 3,8 Zeilen gegenüber 2,6 Zeilen. Während in der SÖ- Gruppe ein angiographisches Makulaödem bei 92,4 % beobachtet wurde, zeigte es sich bei gastamponierten Augen in 78,9 % (6 Monate postoperativ). Das Silikonöl wurde im Schnitt nach 2,75 Monaten entfernt.
Schlußfolgerungen: Die Ergebnisse zeigen, daß mittels temporärer SÖ- Tamponade bei einem hohen Anteil operierter Augen ein Lochverschluß erreicht werden kann. Im Vergleich zur Luft-/Gastamponade besteht ein Trend zu geringerer postoperativer Visussteigerung und höherer Prävalenz des angiographischen Makulaödems, wobei dessen Verlaufsänderungen und Bedeutung hinsichtlich des "late-reopening"-Phänomens Gegenstand laufender Untersuchungen sind. mit Unterstützung durch Forschungsmittel des Landes Baden-Württemberg 500/2000




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