Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Digitale konfokale Laser Scanning Mikroskopie in-vivo der Keratozyten mit einem modifizierten Heidelberg Retina Tomographen (HRT 1)

Stave J., Torens S., Käppel K., Guthoff R.

Augenklinik, Universität Rostock, 18057 Rostock

Hintergrund: Unzureichende Bildqualität und ungleichmäßige Bildausleuchtung sind die Hauptprobleme bei einer automatischen quantitativen Bestimmung der Keratozytendichte, wenn konfokale Schlitz- Tandem-Scanning-Mikroskope mit Halogen- oder Quecksilberdampf-Lampen verwendet werden. Ein hoher Aufwand ist erforderlich, um den Bildhintergrund zu korrigieren. Ziel dieser Studie war die Umwandlung des HRT in ein konfokales Laser Scanning Mikroskop zur Abbildung des vorderen Augenabschnittes.
Material/Methode: Wir entwickelten einen z-Scan-Objektivadapter für die Frontlinse des HRT zur Fokussierung des Lasers auf die Kornea zusammen mit einem computer-kontrollierten hydraulichen z-Scan zur Verschiebung der Fokusebene durch die Kornea. Durch die Verwendung einer programmierbaren Elektronik für einen externen Schrittmotor am Hydraulikantrieb unter Einbeziehung interner Funtionen einschließlich der Patienten-Datenbank ist die Schaffung eines digitalen konfokalen Laser Scanning Mikroskopes möglich. Für die automatische Auswertung werwenden wir eine spezielle CHEMOTAXIS® -Software.
Ergebnisse: Erste konfokale Bilder einer gesunden Kornea zeigen eine gleichmäßige Ausleuchtung des Epithels, des Endothels sowie der Keratozyten und eine scharfe Tiefenauflösung. Erstmalig wird durch die Verwendung eines konfokalen Laser Scanning Mikroskopes die Abbildung der interzelluaren Matrix der Keratozyten möglich, was bei der Verwendung von konfokalen Lichtmikroskopen unmöglich ist. Der hydraulische z-Scan gestattet zur Aufnahme von digitalen Bildserien der Keratozyten eine präzise Bewegung duch die Kornea.
Schlußfolgerung: Die konfokale in-vivo Laser-Scanning-Mikroskopie erlaubt eine gleichmäßige Bildausleuchtung über das gesamte Rasterfeld bei hoher Auflösung. Dies ist eine gute Voraussetzung für eine automatische Bildauswertung zur Bestimmung der Karatozytendichte der Kornea. Der modifizierte HRT ist eine brauchbare Alternative zur Tandem-Scanning- Mikroskopie, z.B. vor und nach einer PRK oder LASIK. Ein computergesteuerter Objektivadapter ist ein praktisches Instrument zur Erweiterung der HRT-Funktionen ohne Verlust seiner ursprünglichen Funktionen.




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