Langfristige Ergebnisse der Ptosiskorrektion mittels Frontalismuskellappensuspension
Stiglmayer N., Tojagic M., Juri J.
Univ.-Augenklinik, Kipaticeva 12, HR 10000 Zagreb, Kroatien
Einleitung: Die Autoren berichten über ihre langfristige
Ergebnisse in der Korrektion der Ptosis mit dem Frontalismuskellappenssuspension
die man vom Jahre 1984 anwendet.
Methode: Nach der Suspensionsmethode mittels des Frontalismuskel-lappens
wurden Patienten mit einer sehr schwachen oder fehlenden Levatorfunktion
operiert. Alle operierten Patienten hatten eine angeborene Ptosis. Insgesamt
wurden 146 Patienten operiert, 123 davon hatten eine unilaterale und 23
Patienten hatten eine bilaterale Ptosis. Alle Patienten waren die Kinder
im Lebensalter von 9 Monate bis 18 Jahre. Die Kinder unter 14 Jahre wurden
in einer allgemeinen Anesthesie operiert und die älteren in lokaler
Anesthesie.
Prinzip: Zwei Inzisien wurden gemacht, eine in der tarsalen Furche ungefähr
8 - 10 mm entfernt vom Rand des Augenlids, die zweite knapp unter der
Augenbraue, 10 mm lang, am Übergang des mittleren und inneren Drittels
des Augenlids. Subminierend der Haut-muskelschicht, die zum Stirnbereich
führt, kommt man zum Frontalismuskel den man in der Breite von 1
- 1,5 cm (dem Alter und der grösse der Kinder nach) und in die Länge
2/3 der Höhe des Frontalismuskels präpariert. So auspräparierter
Frontalismuskellappen wurde an vordere Fläche der Tarsuskante mit
den einzelnen Nähten geknotet. Danach schliesst man die Hautschicht.
Ergebnisse: Bei 18% von 146 operierten Patienten wurde eine Reoperation
notwendig. Eine dritte Korrektion wurde bei 1% der Patienten ausgeführt.
Das Verhältnis ein- und beidseitiger Ptosis wurde gleichmässig
gewesen.
Diskussion: Die Autoren sind der Meinung, dass man mit der dargestellten
Technik gute Ergebnisse erreichen kann, die unmittelbar nach der Operation
so wie auch langfristig befriedigen können. Die Dauer und der Erfolg
der Korrektion hängen vom Überlebens des Muskellappens ab. Die
Blutzirkulation erhält die Muskelmasse und wo die Zirkulation geschädigt
ist bildet sich eine Muskelfibrose was zum Behindern der aktiven Kontraktion
führt und nur einen Suspensionseffekt erhält. Ebendeshalb in
solchen Fällen, stellen die Autoren vor, die Rezidive kommen.
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