Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Impressum



Untersuchung des Kammerwinkels mittels Ultraschall-Biomikroskopie nach Diodenlaser-Thermokeratoplastik.

Stoiber J., Ebner J., Ruckhofer J., Grabner G.

Landesklinik für Augenheilkunde und Optometrie, St.Johanns Spital, Landeskliniken Salzburg, Österreich

Die Diodenlaser-Thermokeratoplastik gilt als minimal invasives Verfahren zur Korrektur von Hyperopie und hyperopem Astigmatismus. Die Aufsteilung der zentralen Hornhaut wird hierbei durch punktuelle stromale Koagulation der Hornhautperipherie mittels cw-Diodenlaser- Kontaktverfahren ermöglicht, die dadurch induzierte Schrumpfung der Kollagenfibrillen führt zur gewünschten Refraktionsänderung. Die Auswirkungen auf den Kammerwinkel wurde mittels Ultraschall- Biomikroskopie untersucht.
Methode: Im Rahmen einer multizentrischen prospektiven Studie wurde an 6 Augen (Alter: 20 - 58 Jahre) eine Korrektur der Hyperopie bzw. des hyperopen Astigmatismus mittels Rodenstock DTK® (ProLaser Medical Systems) durchgeführt. Bei 3 Augen erfolgte eine reine Hyperopiekorrektur, bei drei Augen wurden für die Korrektur des Astigmatismus zusätzlich Laserkoagulationen im Bereich des flachen Meridians appliziert. Präoperativ und drei Monate postoperativ wurde eine Untersuchung des Kammerwinkels mittels Ultraschall-Biomikroskop (Humphrey UBM 840; 50- MHz Schallkopf) durchgeführt. Die quantitative Messung des Kammerwinkels erfolgte in der drei, sechs, neun und zwölf Uhr Position nach einem standartisiertem Verfahren.
Ergebnisse: Postoperativ fand sich in über 90 % der Untersuchungen ein vergrößerter Kammerwinkel, im Vergleich zum jeweils präoperativ gemessenen Wert. Aufgrund der geringen Anzahl der untersuchten Patienten wurde allerdings statistisch kein Signifikanzniveau erreicht.
Diskussion: Das Ergebnis der Ultraschall-Biomikroskopie überrascht insofern, da ausgehend von der topographisch gefundenen Abflachung der Hornhautperipherie (bzw. Aufsteilung im Hornhautzentrum) eher eine Verminderung der gemessenen Kammerwinkel erwartet wurde. Ein durch die Gewebsschrumpfung bedingter Zug auf das Trabekelwerk mit der Folge einer vermehrten ‚Öffnung' des Kammerwinkels könnte eine mögliche Erklärung für die beobachteten Veränderungen sein.




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