Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Okuläre Manifestationen bei Miliartuberkulose - Untersuchungen in Mexiko

¹Tenorio Guajardo G., ³Fröhlich S. J., ¹Sanchez Santiago R., 2Cueto G., 2Escobedo L., ³Miño de Kaspar H.

¹Augenabteilung, ²Pneumologie, Hospital General de Mexico, Mexico City ³Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität, Mathildenstr. 8, D-80336 München

Einleitung: Die Infektion mit Mycobacterium tuberculosis ist in den Entwicklungsländern nach wie vor von großer Bedeutung, nimmt aber mit der Verbreitung von AIDS auch in den Industrieländern zu. Die hämatogene Infektion, auch Miliartuberkulose genannt, gehört zu den schwerwiegendsten Formen der Erkrankung. Die vorliegende Arbeit soll Aufschluss über die Häufigkeit der Augenbeteiligung bei Miliartuberkulose HIV-negativer Patienten geben.
Methoden: Bei dieser prospektiven Studie wurden im Zeitraum zwischen 1997 und 2000 insgesamt 28 Patienten mit Miliartuberkulose ophthalmologisch untersucht. Die Patienten wurden von der Abteilung für Pneumologie überwiesen. Die Diagnosestellung erfolgte mittels Nachweis säurefester Stäbchen im Expektorat sowie mittels Röntgenuntersuchung, Knochenmarkspunktion, Blut- und Urinanalyse. Alle Patienten waren HIVnegativ im ELISA-Test.
Ergebnisse: Bei 23 der 28 Patienten (82%) wurde ein regelrechter ophthalmologischer Status erhoben. Bei 5 der 28 Patienten (18%) wurden Veränderungen am Augenhintergrund gefunden, die mit der Miliartuberkulose in Zusammenhang gebracht werden können. In 1 Fall lag eine chorioretinitische Narbe am hinteren Pol vor, in 1 Fall eine periphere Vaskulitis sowie ebenso in 1 Fall ein Aderhautgranulom. Bei 2 Patienten zeigte sich eine multiple Choroiditis.
Diskussion: Die meisten Berichte über okuläre Tuberkulose liegen von Patienten mit AIDS vor. Nach den Ergebnissen dieser Studie kann es bei HIV-negativen Patienten mit Miliartuberkulose in etwa 18% der Fälle zur Augenbeteiligung, v.a. in Form einer posterioren Uveitis, kommen. Die Prognose hängt entscheidend vom Zeitpunkt der Diagnosestellung ab.




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