Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Photodynamische Therapie bei klassischer, vormals okkulter subfoveolärer choroidaler Neovaskularisation

Thiel M. J., Lackerbauer C.-A., Hoops J. P.

Augenklinik der LMU München, Mathildenstr. 8, 80336 München

Die photodynamische Therapie (PDT) ist eine neue Behandlungsmöglichkeit für Patienten mit alterskorrelierter Makuladegeneration (AMD). In den veröffentlichten Studien hat sich bisher ein Erfolg bei überwiegend klassischen subfoveolären choroidalen Neovaskularisation (CNV) beweisen lassen. Wir berichten über Resultate bei 4 Patienten mit zunächst okkulter CNV, die später in eine klassische Form überging und mit PDT behandelt wurde.
Patienten: Innerhalb von 6 Monaten wurden 4 Patienten (2 weiblich, 2 männlich, mittleres Alter 79 Jahre +/- 4 Jahre), bei denen eine angiographisch dokumentierte okkulte CNV im Verlauf klassisch geworden war mit einer PDT behandelt, wenn die Kriterien für eine PDT (vorwiegend klassische subfoveoläre CNV) angiographisch bestanden. Die vierteljährlichen Kontrollen umfassten Visus (logMar), Vergrößerungsbedarf (Zeiss-Tafeln), augenärztlicher Befund und Fluoreszenzangiographie. 1 Patient konnte über ein Jahr, 2 Patienten über 9 Monate und eine Patient über 6 Monate beobachtet werden.
Ergebnisse: Der bestkorrigierte Fernvisus änderte sich bei Patient 1 von 0,6 auf 1,5 (als schwerwiegende Komplikation trat eine subretinale Blutung einen Tag nach 2. PDT ein), bei Patient 2 von 1,0 auf 1,1; bei Patient 3 und 4 blieb der Visus bei 1,1 bzw. 1,0. Der Vergrößerungsbedarf verschlechterte sich bei Patient 1 von 6,25 auf mehr als 20-fach, bei Patient 2 von 6,25 auf 16-fach, bei Patient von 3 3 auf 20-fach und bei Patient 4 verbesserte sich der Vergrößerungsbedarf von 12,5 auf 6,25-fach.
Schlußfolgerung: Diese Studie an 4 Patienten zeigt, dass die Ergebnisse bei Patienten mit vormals okkulter CNV nach Übergang in eine klassische Variante vergleichbar sind zu den Resultaten bei unseren Patienten mit initial vorwiegend klassischer CNV. Inwieweit die beobachtete schwerwiegende Komplikation nach PDT einer vormals okkulten CNV ein Einzelfall ist, muss durch eine Untersuchung mit größeren Patientenzahlen ergründet werden. Es scheint daher gerechtfertigt, Patienten mit okkulter CNV in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren, um eine behandlungsfähige Läsion nicht zu übersehen.




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