Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Klinische Unterschiede der Varizella Zoster und Herpes Simplex verursachten Keratouveitis

Torun N., Scherer M., Pleyer U.

Universitäts-Augenklinik Charité, Campus Virchow-Klinikum, Humboldt Universität zu Berlin, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

Hintergrund: Ziel der vorliegenden Untersuchung war es bei gesicherter viraler Ätiologie der intraokularen Entzündung morphologische Befunde, klinischen Verlauf und deren therapeutische Konsequenzen vergleichend gegenüberzustellen.
Patienten und Methoden: Im bisherigen Untersuchungszeitraum (1/1999 bis 4/2001) konnten 30 Patienten mit viral induzierter Keratouveitis eingeschlossen werden. Die ätiologische Differenzierung erfolgte anhand der IgG-Ak Synthese (Mikro-ELISA) im Kammerwasser in Gruppe I (VZV, n=12) und Gruppe II (HSV, n=18). Bei allen Patienten wurden klinischer Befund durch Biomikroskopie, Tonometrie, Funduskopie und Visusbestimmung dokumentiert und retrospektiv analysiert. Die mittlere Beobachtungsdauer betrug in der Gruppe I 6 Monate in der Gruppe II 4,4 Monate. Alle Patienten wurden systemisch und lokal antiviral therapiert.
Ergebnisse: Bezüglich der Schwere des Krankheitsbildes und der Ausprägung des intraokularen Reizzustandes bzw. der Hornhautaffektion zeigten sich keine Unterschiede für Patienten mit VZV- oder HSVKeratouveitis. In Gruppe I fand sich bei 9 Patienten (75%) ein intraokularer Druckanstieg, in der Gruppe II dagegen nur bei 3 Patienten (17%). Unter Therapie besserten sich in der Gruppe I bei 7 Patienten (58,3%) und in der Gruppe II bei 5 Patienten (27,7%) die Befunde anhaltend.
Schlußfolgerung: Ein Anstieg des intraokularen Druckes scheint häufiger bei der VZV Keratouveitis aufzutreten. Unterstützt durch Charité, Forschungsförderung, Berlin.




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