Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Transpupilläre Thermotherapie des malignen Melanoms der Aderhaut als alleinige Therapie oder adjuvant zur Brachytherapie mit Ruthenium: Indikationen, Optionen und Limitierungen der TTT.

Vij O., Bornfeld N.

Universitäts-Augenklinik, Hufelandstr. 55, 45122 Essen

Einleitung: Zur bulbuserhaltenden Therapie beim malignen Melanom der Aderhaut wurden innerhalb der letzten Jahre einige neue Therapieverfahren und deren Kombination etabliert. Die alleinige transpupilläre Thermotherapie (TTT) oder die adjuvante TTT in Kombination mit einer Brachytherapie wird aufgrund der einfachen und risikoarmen Anwendung zunehmend beachtet.
Material und Methoden / Ergebnisse: Die TTT wird mit einem 810-nm- Infrarot-Diodenlaser und Spot-Größen von 1,2 bis 3,0 mm über mehrere Minuten durchgeführt, es kommt in bis zu 4 mm Tiefe zu einer lokalen Hyperthermie und konsekutiven Nekrose des Tumorgewebes. An der Universitäts-Augenklinik Essen wurden 139 Patienten mittels TTT behandelt. Es wurde zum einen eine alleinige "primäre" TTT in wiederholten Sitzungen bei kleinen Melanomen bei 33 Patienten angewandt, als auch bei größeren Melanomen bei 106 Patienten der synergistische Effekt einer adjuvanten TTT mit einer Brachytherapie (Ruthenium) ausgenutzt ("Sandwich-Therapie"), unter diesen waren 86 sequentiell und 20 simultan behandelte Patienten. Eine rezidivfreie Remission erzielten nach Sandwich-Therapie signifikant (p = 0,01) mehr Patienten als nach alleiniger Brachytherapie.
Zusammenfassung: Die TTT stellt eine sinnvolle und effektive Alternative oder Ergänzung zu bekannten Therapieverfahren bei bestimmten Formen des malignen Melanoms der Aderhaut dar. Es werden Indikationen der transpupillären Thermotherapie aufgezeigt, die praktische Anwendung, klinische Verläufe und histopathologische Befunde demonstriert, sowie die typischen Komplikationen, die Risiken und Restriktionen der TTT erläutert.



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