Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

Anmeldung zur Tagung
   Registration
Grußwort
   Invitation
Themen
   Topics
Allgemeiner Ablauf
   General overview
Wissenschaftliches Programm
   Scientific program
Kurse
   Courses
Symposien
   Symposiums
Frühstück mit Spezialisten
   Breakfast with specialists
Arzthelferinnen-Fortbildung
Rahmenprogramm
   Social program
DOG Information
   DOG Information
Allgemeine Informationen
   General Information
Autorenindex
   Index of Authors
Ausstellerliste
   Exhibitors
Sponsoren
   Sponsors
Teilnahmegebühren
   Registration fees
Impressum



Compliance bei der Prävention einer chronischen Erkrankung: Evaluation im Rahmen der European Glaucoma Prevention Study (EGPS)

1Vogel A., 1Kersten I., 2Kaiser S., 2Luka-Krausgrill U., 2Pfeiffer N., EGPSStudy- Group

1Universitätsaugenklinik Mainz, 2Institut für Psychologie der Universität Mainz

Ziel: Ziel dieser Studie war die Ermittlung der Compliance von Studienpatienten der laufenden European Glaucoma Prevention Study (EGPS). Desweiteren wollten wir Faktoren untersuchen, welche die Compliance beeinflussen, um Strategien zu deren Verbesserung zu entwickeln.
Patienten und Methoden: Ein anonymer Fragebogen basierend auf dem sozial-kognitiven Prozeßmodell gesundheitlichen Verhaltens von Ralf Schwarzer wurde an 145 Patienten der EGPS verschickt. Der Fragebogen beinhaltete 64 Fragen aus den folgenden Bereichen: demographische Angaben über den Patienten (13), Krankheitsanamnese und Interesse an Medizinischen Themen (11), Tropfverhalten und Nebenwirkungen (9) und Faktoren, die möglicherweise die Compliance beeinflussen (31).
Ergebnisse: In unserer Studie definierten wir Compliance als das Auslassen von weniger als einer Tropfengabe pro Woche (< 5% aller Tropfapplikationen). Danach waren 78,3% unserer Patienten compliant. Gründe für das Auslassen der Tropfen waren beispielsweise Vergessen (31%), berufliche Hindernisse (19%), Streß (6%). Es wurde hauptsächlichst die Mittagsapplikation ausgelassen. Bescheidwissen über die eigene Erkrankung verbesserte die Compliance. In der Faktorenanalyse ergaben sich 5 Komponenten der Compliance: Kompetenzerwartung, Ergebniserwartung, soziale Unterstützung, situative Barrieren, Schweregrad / Bedrohung.
Schlußfolgerung: Die Compliance-Rate bei unseren Studienpatienten war im Vergleich zu Angaben in der Literatur relativ hoch: Die Schätzung der Noncompliance bei Glaukompatienten liegt zwischen 27 und 59%. Patienteninformation ist einer der wichtigsten Faktoren zur Verbesserung der Compliance.

DOG HomepageZurück / Back