Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Vorteilhafter Einfluss von HLA-DR Matching auf das klare Transplantatüberleben nach perforierender Keratoplastik

1Völker-Dieben H. J., 2Claas F. H., 2Schreuder G. M., 3Schipper R. F., 4Pels E., 5Persijn G. G., 5Smits J., 1D'Amaro J.

1Department of Ophthalmology, Vrije Universiteit, Amsterdam; 2Department of Immunohematology & Blood Bank, Leiden; 3College voor Zorgverzekeringen, Amstelveen; 4The Netherlands Ophthalmic Research Institute, Amsterdam; 5The Eurotransplant Foundation, Leiden

Ziel: Obwohl HLA-Typisierung und HLA-Matching seit über 30 Jahren in der Transplantationsmedizin durchgeführt werden, spielen diese in der Hornhauttransplantation bislang eine untergeordnete Rolle. Dies liegt an unschlüssigen und widersprüchlichen Aussagen einiger älterer Studien. Um den Einfluss der HLA-Kompatibilität definitiv zu klären, haben wir die Abstoßungsreaktionen in Abhängigkeit von der HLA-Histokompatibilität in einer großen und homogenen Patientengruppe untersucht.
Methoden: Die Ergebnisse aller Keratoplastiken eines Operateurs, die von 1976 bis 1996 durchgeführt worden waren, wurden ausgewertet. Alle Transplantate waren HLA-AB-kompatibel vergeben worden. Die Typisierung wurde von einem einzigen, erfahrenen Labor durchgeführt. Die Validität der Typisierung wurde mit populationsgenetischen Verfahren abgesichert. Einflussfaktoren auf das Transplantatüberleben wurden statistisch sowohl mit monovariaten als auch mit einem multivariaten Cox-Überlebensmodellen untersucht. Der Einfluss von Fehltypisierungen des HLA-DR Typus auf die Ergebnisse wurde mittles Fehlersimulation nachgestellt.
Ergebnisse: Re-Keratoplastik, Vaskularisationsgrad, Grad der HLA-AB und HLA-DR Kompatibilität, Transplantatendothelzelldichte, Empfängeralter und Organkulturmethode beeinflußten das Tranplantatüberleben in der monovariaten Analyse signifikant. In der multivariaten Analyse waren der Vaskularisationsgrad und der Grad der HLA-AB sowie HLA-DR Kompatibilität signifikante Einflussfaktoren, wenn alle Abstoßungsreaktionen als Endpunkt gewertet wurden (p=0,000001). Wurden nur irreversible Abstoßungsreaktionen als Endpunkte interpretiert, waren kreuzreagierende Antikörper, Re- Keratoplastik und Zahl der vorausgegangenen Abstoßungsreaktionen zusätzliche Faktoren (p=0,000001). Die Fehlersimulation ergab, dass der positive Einfluss der HLA-DR Typisierung bei schlechter Typisierung nicht mehr nachweisbar ist.
Schlußfolgerung: Auch für die Hornhautver-pflanzung ist eine HLA Kompatibilität wichtig. Diese setzt eine präzise HLA Typisierung voraus.




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