Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Wertigkeit der Blau-Gelb-Perimetrie in der Frühdiagnose der Offenwinkelglaukome

Wakili N., Jünemann A., Horn F., Dzialach M., Korth M.

Augenklinik mit Poliklinik der Universität Erlangen-Nürnberg, Schwabachanlage 6, D-91054 Erlangen

Einleitung: Im Rahmen des Erlanger Glaukomregisters wurde die Wertigkeit der Blau-Gelb-Perimetrie zur Früherkennung eines funktionellen Glaukomschadens im Vergleich zur Weiss-Weiss-Perimetrie am Octopus 101 untersucht.
Methoden: Bei 28 Normalprobanden, 22 Patienten mit okulärer Hypertension (OHT) und 28 Patienten mit präperimetrischem Offenwinkelglaukom (präOWG) des Erlanger Glaukomregisters wurde eine Blau-Gelb-Perimetrie (BGP, Octopus 101, G2) und eine Weiss-Weiss-Perimetrie (WWP, Octopus 101, G1) durchgeführt. Alle Probanden und Patienten waren in der WWP geübt. Das BGP wurde im Mittel nach 6 Wochen wiederholt. Der mittlere Defekt der zweiten BGP (BGMD) und der WWP (MD) wurde mit dem T-Test geprüft. Der BGMD der ersten und zweiten BGP wurde mit dem T-Test für gepaarte Stichproben verglichen.
Ergebnisse: Bei den Patienten mit OHT war der BGMD signifikant schlechter (-0,35±2,28dB, p<0,01), der MD signifikant besser (-0,03±0,74dB, p<0,01) als bei den Normalprobanden (BGMD -2,65±2,91dB/MD 0,89±1,18dB). Bei den Patienten mit präOWG war der BGMD signifikant schlechter (0,49±3,67dB p<0,01), der MD (0,76±1,28dB,p>0,5) nicht signifikant unterschiedlich im Vergleich zu den Normalprobanden. Der BGMD wies im Vergleich zum MD in allen Gruppen eine deutlich höhere Streuung auf, jedoch zeigte sich kein signifikanter Unterschied zwischen erster und zweiter BGP (p>0.1).
Schlußfolgerung: Die vorliegende Studie bestätigt die Früherkennung eines funktionellen Glaukomschadens mit Hilfe der Blau-Gelb-Perimetrie am Octopus 101 bei höherer interindividueller Variabilität und guter Reproduzierbarkeit im Vergleich zur Weiß-Weiß-Perimetrie. (SFB 539)




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