Management intraokularer Fremdkörper
Walkow T., Klemen U. M.
Augenklinik im AÖK St. Pölten, Österreich
Hintergrund: Ziel der vorliegenden Arbeit sollte es sein, den
derzeitigen Stand des Managements intraokularer Fremdkörper darzustellen
und die verschiedenen operativen Herangehensweisen anhand von typischen
Operationsbeispielen zu demonstrieren.
Patienten und Methoden: In die vorliegende Studie wurden prospektiv
alle Patienten aufgenommen, die im Zeitraum von März 2000 bis September
2000 mit einem intraokularen Fremdkörper in unserer Klinik operiert
wurden. Es handelte sich hierbei um 15 Patienten, davon 14 Männer
(93,3%). Das mittlere Alter der Patienten betrug 36 Jahre (Spannweite,
19- 72 Jahre). Es handelte sich in der Mehrzahl der Fälle um metallische
Fremdkörper (73%). In vier Augen befand sich der Fremdkörper
im vorderen Augenabschnitt, in 11 Augen im hinteren Augenabschnitt. Bei
10 der 11 Augen mit einem posteriorem Fremdkörper wurde zur Entfernung
des Fremdkörpers primär eine Pars-plana Vitrektomie durchgeführt.
In sechs Augen musste die Linse entfernt werden, in vier dieser Augen
wurde eine Hinterkammerlinse implantiert.
Ergebnisse: In allen Augen wurde der Fremdkörper innerhalb
der ersten 24h entfernt. In keinem Fall entwickelte sich postoperativ
eine Endophthalmitis. In allen Fällen konnte das Auge erhalten werden.
Der mediane präoperative Visus betrug 0,18 (LogMAR) mit einer Spannweite
von Lichtschein bis 1,0. Der mittlere postoperative Visus bei der letzten
Kontrolluntersuchung betrug 0,71 (LogMAR) in einem Bereich von 0,08 bis
1,0. Intraoperativ kam es in zwei Fällen zu einer Blutung bei der
Entfernung des Fremdkörpers, die in beiden Fällen problemlos
gestillt werden konnte. Postoperativ entwickelte sich in zwei Augen eine
epiretinalen Gliose, die in einem zweiten Eingriff operativ beseitigt
werden musste. In einem Auge entwickelte sich vier Wochen nach der Entfernung
des Fremdkörpers eine Amotio retinae. In keinem der primär vitrektomierten
Augen trat postoperativ eine Netzhautablösung auf.
Diskussion: Die Entfernung des intraokularen Fremdkörpers
sollte innerhalb der ersten 24 h erfolgen. Bei Beteiligung des hinteren
Augenabschnittes stellt die Pars-plana-Vitrektomie die Methode der Wahl
dar.
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