Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Management intraokularer Fremdkörper

Walkow T., Klemen U. M.

Augenklinik im AÖK St. Pölten, Österreich

Hintergrund: Ziel der vorliegenden Arbeit sollte es sein, den derzeitigen Stand des Managements intraokularer Fremdkörper darzustellen und die verschiedenen operativen Herangehensweisen anhand von typischen Operationsbeispielen zu demonstrieren.
Patienten und Methoden: In die vorliegende Studie wurden prospektiv alle Patienten aufgenommen, die im Zeitraum von März 2000 bis September 2000 mit einem intraokularen Fremdkörper in unserer Klinik operiert wurden. Es handelte sich hierbei um 15 Patienten, davon 14 Männer (93,3%). Das mittlere Alter der Patienten betrug 36 Jahre (Spannweite, 19- 72 Jahre). Es handelte sich in der Mehrzahl der Fälle um metallische Fremdkörper (73%). In vier Augen befand sich der Fremdkörper im vorderen Augenabschnitt, in 11 Augen im hinteren Augenabschnitt. Bei 10 der 11 Augen mit einem posteriorem Fremdkörper wurde zur Entfernung des Fremdkörpers primär eine Pars-plana Vitrektomie durchgeführt. In sechs Augen musste die Linse entfernt werden, in vier dieser Augen wurde eine Hinterkammerlinse implantiert.
Ergebnisse: In allen Augen wurde der Fremdkörper innerhalb der ersten 24h entfernt. In keinem Fall entwickelte sich postoperativ eine Endophthalmitis. In allen Fällen konnte das Auge erhalten werden. Der mediane präoperative Visus betrug 0,18 (LogMAR) mit einer Spannweite von Lichtschein bis 1,0. Der mittlere postoperative Visus bei der letzten Kontrolluntersuchung betrug 0,71 (LogMAR) in einem Bereich von 0,08 bis 1,0. Intraoperativ kam es in zwei Fällen zu einer Blutung bei der Entfernung des Fremdkörpers, die in beiden Fällen problemlos gestillt werden konnte. Postoperativ entwickelte sich in zwei Augen eine epiretinalen Gliose, die in einem zweiten Eingriff operativ beseitigt werden musste. In einem Auge entwickelte sich vier Wochen nach der Entfernung des Fremdkörpers eine Amotio retinae. In keinem der primär vitrektomierten Augen trat postoperativ eine Netzhautablösung auf.
Diskussion: Die Entfernung des intraokularen Fremdkörpers sollte innerhalb der ersten 24 h erfolgen. Bei Beteiligung des hinteren Augenabschnittes stellt die Pars-plana-Vitrektomie die Methode der Wahl dar.




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