Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Nd:YAG-Laser-Kapsulotomie bei Hydrogel-, Poly(methyl metacrylat)- und Silikon-Intraokularlinsen

Weinand F. S., Lazar M., Wagner R.

Zentrum für Augenheilkunde der Universität Gießen, Friedrichstraße 18, D- 35385 Gießen

Fragestellung: Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Intraokularlinsen (IOL)- Material und dem Effekt der Neodymium YAGLaserkapsulotomie (Nd:YAG-LK)?
Methode: In einer retrospektiven Studie wurden 95 Patienten (97 Augen) aufgenommen, bei denen eine Nd:YAG-LK (Zeiss-Visulas-Laser) zwischen Januar und Dezember 2000 durchgeführt wurde. Alle Patienten wurden von demselben Operateur (R.W.) gelasert. Für die verschiedenen IOLMaterialien wurden die Impulsraten und IOL-Treffer sowie das Zeitintervall zwischen der Katarakt-Operation und der Nachstarlaserung dokumentiert.
Ergebnisse: Die mittlere Anzahl der Linsentreffer betrug 0,8 (MW Impulszahl 40,3, n=45) in der Hydrogel-Gruppe, gegenüber 1,6 (MW der Impulse 37,4, n=20) in der PMMA-Gruppe und 4,2 (MW Impulszahl 42,4, n=32) in der Silikongruppe. Der Unterschied zwischen den Gruppen war statistisch signifikant (p<0,01). Das mittlere Intervall zwischen IOL-Implantation und dem YAG-LK-Datum in der Hydrogel-Gruppe betrug 17,8 Monate, in der PMMA-Gruppe 53,2 und in der Silikon-Gruppe 16,7 Monate. Der Unterschied zwischen den Gruppen war statistisch signifikant (p<0,01).
Schlußfolgerung: Der IOL-Schaden durch Linsentreffer bei der YAGLaserkapsulotomie mit dem Zeiss-Laser war in der Silikongruppe deutlich höher als in den PMMA- und Hydrogel-Gruppen, so dass besondere Sorgfalt beim Lasern von Silikonlinsen notwendig ist. Silikon- und Hydrogel- IOL verusachten in unserer Studie eine deutlich schnellere Hinterkapselfibrosierung als PMMA-IOL.




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