Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Refraktionsvorhersagbarkeit nach Implantation unterschiedlicher phaker Intraokularlinsen (pIOL)

Wellermann G., Bühren J., Mirshahi A., Gerhardt D., Kohnen T.

Univ.-Augenklinik Frankfurt am Main, Theodor-Stern-Kai 7, D-60590 Frankfurt am Main

Hintergrund: Zur Korrektur hoher Myopien werden Implantationen von Intraokularlinsen in das phake Auge zunehmend Bestandteil der refraktiven Chirurgie. In dieser Studie werden drei unterschiedliche phake Intraokularlinsen (Nuvita: kammerwinkelgestützte VorderkammerlinsepIOL, Artisan: irisfixiert Vorderkammer-pIOL, ICL: Hinterkammer-linsepIOL) hinsichtlich der angestrebten Zielrefraktion und deren Vorhersagbarkeit untersucht.
Patienten und Methoden: 42 Augen von 24 Patienten wurden von einem Operateur mit einer pIOL versorgt. Vorbestehende Hornhautastigmatismen wurden durch den IOL-Zugang oder durch limbale Relaxationsinzisionen beeinflußt. Die präoperative Refraktion lag in der NuVita-Gruppe (n=8) zwischen -6,50 und -19,00 dpt (Mittelwert SÄ -13,11 dpt), in der Artisan- Gruppe (n=17) zwischen -6,50 und -27,00 dpt (Mittelwert SÄ -12,68 dpt). Die präoperatve Refraktion in der ICL-Gruppe (n=17) lag zwischen -9,00 und -21,00 dpt (Mittelwert SÄ -13,4 dpt). Die Refraktionskontrollen erfolgten eine Woche und einen Monat postoperativ.
Ergebnisse: Eine Woche bzw. einen Monat postoperativ lag das SÄ in der Nuvita-Gruppe bei -0,45 dpt ±0,69 bzw. -0,53 dpt ±0,74, in der Artisan- Gruppe bei +0,01 dpt ±0,52 bzw. -0,34 dpt ±0,44 und in der ICL-Gruppe bei -0,84 dpt ±1,07 bzw. -0,76 dpt ±1,53.
Schlußfolgerung: Refraktive Stabilität nach Implantation phaker Intraokularlinsen wurde nach etwa einer Woche erreicht. Mit Ausnahme der Staar-ICL liegt das postoperative sphärische Äquivalent im Bereich von ±0,5 dpt um Emmetropie.




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