Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Regression papillärer Neovaskularisationen bei retinaler Vaskulitis durch immunsuppressive Therapie

Wenkel H., Krist D.

Augenklinik mit Poliklinik der Universität Erlangen-Nürnberg, Schwabachanlage 6, D-91054 Erlangen

Hintergrund: Eine okklusive retinale Vaskulitis führt häufig zu retinalen Neovaskularisationen. Wir berichten über 5 Patienten mit papillärer Neovaskularisation bei denen eine alleinige immunsuppressive Therapie zur Rückbildung der Neovaskularisation führte.
Patienten und Methoden: Von den 173 Patienten mit fluoreszenzangiographisch gesicherter retinaler Vaskulitis zwischen 1988 und 1998 wurden retrospektiv alle 49 Patienten (58 Augen) mit okklusiver retinaler Vaskulitis untersucht. Die okklusive retinale Vaskulitis war entweder durch große nicht-perfundierte Netzhautareale oder durch eine retinale (NVE) oder papilläre (NVD) Neovaskularisation charakterisiert.
Ergebnisse: NVEs fanden sich nur in Augen mit nicht perfundierten Netzhautarealen. NVDs wurden in 5/13 Augen auch ohne das Vorliegen von größeren nicht-perfundierten Netzhautarealen gesehen. Drei dieser Augen zeigten eine Glaskörperblutung. Die klinische Diagnose bei diesen Patienten war retinale Vaskulitis unklarer Genese (4/5) oder Morbus Behcet (1/5). Die Patienten wurden initial mit einer hochdosierten Kortikosteroidmedikation behandelt. Drei Patienten erhielten zusätzlich Cyclosporin A (2x) oder Methotrexat (1x). In allen 5 Augen mit NVD ohne nicht perfundierte Areale kam es alleine unter hochdosierter Immunsuppression ohne zusätzliche retinale Laserkoagulation zu einer Rückbildung der NVD.
Schlußfolgerungen: Eine intensive immunsuppressive Therapie kann bei okklusiver retinaler Vaskulitis papilläre Neovaskularisationen kontrollieren. Eine Reduktion von lokalen inflammatorischen und angiogenen Faktoren durch die immunsuppressive Therapie könnte für die Rückbildung der Neovaskularisationen verantwortlich sein.




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