Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Polyaphrongele als neue Tränenersatzmittel

1Wiehler U., 1;2Winter M., 1Reichelt J., 3Menz D.

1Klinik für Ophthalmologie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Hegewischstr. 2, D-24105 Kiel; 2Waller Heerstraße 154a, D-28219 Bremen; 3Pharm Pur GmbH, Holzweg 27, 86156 Augsburg

Ein neuartiges Wirkprinzip für Tränenersatzmittel* beruht auf der Kombination physikochemischer Eigenschaften von perfluorierten Kohlenwasserstoffen, Wasser und Fluortensiden. Werden diese Komponenten in Form von Polyaphrongelen (PAG) eingesetzt, so bildet sich auf einer wässrigen Phase ein Film aus, der einer Verdunstung entgegen wirkt. Diese neuartigen Tränenersatzmittel auf Basis von PAG wurden toxikologisch geprüft.
Methode: Zehn verschiedene PAG wurden im Hühnereitest- Chorionallantoismembran-Test (HET-CAM-Test) und Rinderaugentest (BETest) untersucht. Die PAG wurden jeweils sechsmal an der Chorionallantoismembran von bebrüteten Hühnereiern und an Rinderaugen getestet. Im Draize-Test wurden die zehn PAG je dreimal an neun Kaninchen untersucht. Drei PAG wurden in einem Langzeitversuch getestet. Neun Kaninchen erhielten über zwei Monate dreimal täglich ein PAG in den Bindehautsack getropft. Bei drei Tieren wurde der Versuch auf insgesamt vier Monate verlängert. Herkömmliche Tränenersatzmittel dienten bei allen Versuchen als Vergleichssubstanz.
Ergebnisse: Im HET-CAM-Test und im BE-Test bewirkten sowohl die PAG als auch die Vergleichssubstanzen eine milde oder keine Veränderungen. Weder im Draize-Test noch im Langzeitversuch kam es zu Irritationen oder gar Schädigungen.
Schlußfolgerung: Die Ergebnisse dieser toxikologischen Untersuchungen ergeben keinen Hinweis gegen eine mögliche Anwendung von PAG als Tränenersatzmittel. *Patentnr.: DE 19938668A1


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