Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Impressum



Histopathologische Korrelation von Hornhauterkrankungen mit der kornealen optischen Kohärenztomographie

1Wirbelauer C., 2Winkler J., 2Scholz C., 1Häberle H., 2Bastian G. O., 1Pham D. T.

1Abteilung für Augenheilkunde, Krankenhaus Neukölln, Berlin; 2Medizinische Universität zu Lübeck;

Einleitung: In dieser Untersuchung erfolgte erstmalig eine klinisch-pathologische Korrelation von Hornhauterkrankungen mit der kornealen optische Kohärenztomographie (OCT).
Patienten und Methoden: Mit der spaltlampen-adaptierten kornealen OCT wurden 6 Patienten (Persistierender epithelialer Defekt mit Hornhautverdünnung n=2; Bullöse Keratopathie n=2; Keratokonus n=1; Retrokorneale Membran n=1) unmittelbar vor einer geplanten Keratoplastik untersucht. Die Präparate wurden nach Hornhautentnahme fixiert, mit Hämatoxylin-Eosin gefärbt und lichtmikroskopisch untersucht. Neben dem direkten morphologischen Vergleich wurde eine morphometrische Analyse durchgeführt.
Ergebnisse: Die morphologischen Veränderungen führten zu Hyper- bzw. Hyporeflektivitäten in der kornealen OCT, wobei die deutlichsten Befunde durch narbiges oder ödematöses Gewebe verursacht wurden. Die morphometrische Analyse mittels OCT ergab pathologisch veränderte Bereiche von 31 bis 902 µm. Es zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang (r=0.94; P<0.001) zwischen kornealer OCT und histologischem Korrelat. Hierbei lagen die OCT-Werte im Mittel um bis zu 20% höher als die lichtmikroskopischen Werte.
Schlußfolgerung: Die kontaktfreie spaltlampen-adaptierte korneale OCT erwies eine gute Übereinstimmung mit dem histologischen Korrelat, wobei Abweichungen teilweise auf Schrumpfungsartefakte bei der Präparation zurückzuführen sind. Die OCT ermöglicht deshalb eine nicht-invasive und präzise Darstellung der kornealen Strukturen bei Hornhauterkrankungen.




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