Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Grid-Laserkoagulation zur Behandlung weicher Drusen bei der altersbedingten Makulopathie

Witte K., Eickhorst M., Marx A., Behling T., Hoffmann K., Wiechens B.

Augenklinik, Klinikum Hannover Nordstadt, Haltenhoffstr. 41, 30167 Hannover

Hintergrund: Weiche Drusen werden im Zusammenhang mit der alterskorrelierten Maculaerkrankung als Teil der auslösenden Faktoren angesehen, die die Ausbildung von chorioidalen Neovaskularisationen begünstigen. Um den Krankheitsverlauf der AMD zu verzögern, erscheint es deshalb sinnvoll, schon vorhandene Drusen mittels einer grid-förmigen Laserbehandlung des hinteren Augenpols zum Rückzug zu bewegen.
Material und Methode: Es wurden insgesamt 578 Augen mit Drusenmakulopathie mittels "grid"-förmiger Laserkoagulation behandelt. Die Laserparameter waren: Expositionszeit: 0,07 - 0,1 sec., Energie: 70 - 120 mW, Herdgröße:100 µm, Wellenlänge: 532 nm. Ziel dieser Vorgehensweise war es, feinste Laser-Effekte zu erzeugen, die soeben eine zarte Färbung der Netzhaut-Pigmentepithelschicht hervorriefen. Die Nachbeobachtungsintervalle waren drei, sechs, zwölf und achtzehn Monate.
Ergebnisse: Von 578 Augen konnten im Rahmen dieser Studie 242 Augen regelmäßig nachuntersucht werden. Dabei zeigte sich eine Rückbildung der Drusen in 84% der Fälle; in idealen Einzelfällen konnte ein völliges Verschwinden beobachtet werden. Der Visusverlauf nach grid-Laser- Behandlung korrelierte weitgehend mit der An- bzw. Abwesenheit der Drusen. Als einzige Komplikation war in einigen Fällen eine passagere Sehschärfenminderung festzustellen, die sich umso schneller zurückbildete, je höher der Ausgangsvisus lag.
Schlußfolgerung: Bei der Drusenmaculopathie ist eine Induktion der Drusenrückbildung mit Hilfe der grid-Laser-Technik möglich. Die Antwort auf die Frage, ob sich daraus Konsequenzen für die Verminderung der CNV-Inzidenz ergeben können, bleibt prospektiven Studien vorbehalten.




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