Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Messung der Dichte des makulären Pigmentes bei Patienten mit altersabhängiger Makuladegeneration

Wolf S., Jahn C., Nestler A., Barth T.

Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universität Leipzig, Liebigstraße 10-14, 04103 Leipzig

Hintergrund: Es gibt Hinweise, daß oxidativer Streß ein Rolle bei der Entstehung der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) spielt. Dies legt den Schluß nahe, daß die antioxitativen Eigenschaften des makulären Pigmentes (MP) einen schützenden Effekt gegen die Entwicklung einer AMD haben können. Der Nachweis eines protektiven Effektes des MP könnte auch hinsichtlich therapeutischer Möglichkeiten eine große Rolle spielen, da gezeigt werden konnte, daß die Dichte des MP durch eine geeignete Diät verändert werden kann. Mit Hilfe der Scanning Laser Technik haben wir die Dichte des MP bei Gesunden und Patienten mit AMD untersucht.
Methoden: Die Messung des MP wurde mit einem Scanning Laser Ophthalmoskopes durchgeführt. Zunächst wurden zwei Reflexionsbilder mit 488 nm und 514 nm Wellenlänge aufgezeichnet. Anschließend wurden Augenbewegungen zwischen den beiden Bilder mit einer speziellen Software ausgeglichen, die Bilder logarithmiert und dann digital subtrahiert. Das daraus resultierende Bild stellt ein Funktionalbild der Dichte des MP dar. Nach Korrektur für das Absorptionsverhalten des MP bei den verschiedenen Wellenlängen, für die Dichte der Linse und für die unterschiedlichen Laserintensitäten wurde die Dichte des MP in der Fovea bestimmt.
Ergebnisse: Es wurde bei 34 gesunden Probanden und 33 Patienten mit exsudativer AMD die Dichte des MP bestimmt. Die Messung der Dichte des MP in der Fovea ergab einen signifikanten Unterschied (p<0,05). Die relative Dichte des MP betrug 0,32 ± 0,20 bei den gesunden Probanden und 0,22 ± 0,10 bei den Patienten.
Schlußfolgerungen: Die Dichte des MP kann mit einen Scanning Laser Ophthalmoskop quantitativ erfasst werden. Unsere Daten zeigen, daß bei Patienten mit exsudativer AMD die Dichte des MP reduziert ist. Ob diese Reduktion sekundär oder bereits vor Auftreten des exsudativen Form der AMD vorhanden ist, müssen weitere Studien zeigen.


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