Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Mittelfristige Ergebnisse und Komplikationen bei tiefer Sklerektomie

Yamin M., Klatt A., Quentin C.-D.

Georg-August-Universität Göttingen, Klinik für Augenheilkunde, Robert- Koch-Strasse 40, 37075 Göttingen

Einleitung: Die tiefe Sklerektomie scheint während der ersten postoperativen Monate eine der Trabekulektomie vergleichbare drucksenkende Wirkung aufzuweisen. Untersucht wird, ob der drucksenkende Effekt auch mittelfristig mit der Trabekulektomie vergleichbar ist.
Methode und Patienten: In einer prospektiven Studie wurde bisher bei 85 Augen von 67 Patienten (MW 69 J) eine tiefe Sklerektomie durchgeführt. Die Nachkontrollen erstreckten sich über durchschnittlich 8,9 ±5,9 Monate. Bei den Operationen wurde kein Viskoelastikum und kein Kollagenimplantat benutzt. Es wurden 14 Augen intraoperativ mit Mitomycin C behandelt und bei 11 Augen gleichzeitig eine Kataraktoperation vorgenommen.
Ergebnisse: Der intraokulare Druck konnte von präoperativ 25,2 ±8,7 mmHg auf 16,6 ±5,9 mmHg nach 9 Monaten gesenkt werden (p<0,0001). Die Glaukommedikamente reduzierten sich von präoperativ 2,2 ±1,1 auf 0,4 ±0,9 Substanzen und waren in 25% der Fälle erforderlich. Die häufigsten Komplikationen waren ein passageres Seidel-Phänomen (n=11), eine Chorioidalamotio (n=9), ein Hyphäma (n=8) und eine verzögerte Augeninnendrucksenkung (n=3).
Diskussion: Die mit einer tiefen Sklerektomie behandelten Augen scheinen gegenüber der Trabekulektomie eine niedrigere perioperative Komplikationsrate aufzuweisen, jedoch ist die Anzahl der Augen, die eine erneute medikamentöse Therapie benötigen, erhöht.




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