Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Laserkoagulation kapillärer Hämangiome der Netzhaut

Zintl S., Voigt U., Strobel J.

Universitätsaugenklinik, Bachstraße 18, 07740 Jena

Hintergrund: Kapilläre Angiome der Netzhaut (Angiomatosis retinae oder "von Hippel-Erkrankung") sind in etwa 25 % der Fälle mit Allgemeinveränderungen vergesellschaftet (Hippel-Lindau-Syndrom). Die retinalen Angiome sind die häufigste Manifestation dieses Syndroms. Komplikationen dieser Hämangiome sind Glaskörperhämorrhagien, ausgedehnte Exsudationen und Netzhautablösungen. Ziel unserer Untersuchung ist es, festzustellen, inwieweit eine frühzeitige und konsequente Laserkoagulation der Hämangiome diese Komplikationen verhindern kann.
Methoden: Wir berichten über sechs Augen und vier Patienten (drei Frauen, ein Mann) im Alter von 25 bis 59 Jahren, die seit Februar 2001 wegen erstmalig aufgetretener retinaler Angiome in unserer Klinik vorgestellt wurden. Wir führten eine Fluoreszenzangiographie und eine Fotodokumentation der Angiome durch. Anschließend erfolgte die gezielte Koagulation der Angiome mittels Argonlaser (Herdgröße 100 - 200 µm, Leistung 300 - 900 mW, Impulsdauer 200 ms). Die Koagulation erfolgte flächenhaft im Bereich des ganzen Angioms bis zu einer Weißfärbung der Koagulationsfläche.
Ergebnisse: In vier Fällen konnte eine Verödung des Angioms nach der ersten Lasersitzung erreicht werden. In zwei Fällen mit größeren Angiomen wurde bisher eine zweite bzw. dritte Lasersitzung notwendig. Bei zwei Augen trat nach der Laserbehandlung eine geringe Hämorrhagie im Bereich des Angioms und in den Glaskörper auf, die sich innerhalb von zwei Wochen resorbierte.
Schlußfolgerungen: Die Laserkoagulation stellt eine Therapiemöglichkeit kapillärer retinaler Hämangiome dar. Kleinere Angiome können bereits in der ersten Sitzung erfolgreich verödet werden. Bei größeren Angiomen sind mehrere Sitzungen erforderlich. Bei frühzeitiger Laserbehandlung kann diese mit einer geringen Komplikationsrate durchgeführt werden. Eine engmaschige Kontrolle der Patienten ist daher entscheidend.




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