Saal 10
K-15 |
Moderation:
Seitz B. (Erlangen)
Dozenten:
Haigis W. (Würzburg)
Langenbucher (Erlangen)
Teilnahmegebühr: 80,00 DEM
Teilnehmerzahl: begrenzt auf 50
Fortbildungspunkte: 2,5 (Kat. A)
Ziele
Verständnis für die Problematik und das praktische
Vorgehen zur Verbesserung der Kunstlinsenbestimmung nach refraktiver
Hornhautchirurgie. Im Detail werden (1) die Gründe für
die Kunstlinsenfehlbestimmung dargestellt, (2) die Validität
der klassischen Hornhautbrechkraftmessung beleuchtet, (3) auf prinzipielle
Möglichkeiten der Verbesserungen der Kunstlinsenberechnung
eingegangen und vor allem (4) Vorschläge zum praktischen Vorgehen
mit Beispielrechnungen vorgeführt. Hier sollen auch mitgebrachte
Problemfälle der Kursteilnehmer besprochen werden.
Zusammenfassung
Nach operativer Myopiekorrektur führt die unkritische Keratometrie-basierte
Kunstlinsenberechnung zu einer Hyperopisierung nach Kataraktextraktion.
Das Hauptproblem liegt darin, dass klassische Keratometer die Hornhautbrechkraft
nach RK und myoper PRK/LASIK zu hoch bestimmen. Soweit möglich
verfügbar sollte nach jeder Form eines refraktiven Eingriffs
an der Hornhaut die Anamnese-Methode (Clinical History Method) unter
Berücksichtigung der Änderung des sphärischen Äquivalentes
gewählt werden. Sie setzt voraus, dass zum Zeitpunkt der Kataraktoperation
Keratometrie und Refraktion vor dem refraktiven Eingriff bekannt
sind. Wenn keine Angaben über Refraktion und Keratometrie vor
einer PRK oder LASIK vorliegen, sollten die Vorder- und Rückflächenkrümmung
separat für die Berechnung der Gesamtbrechkraft herangezogen
werden. Die so gewonnenen indirekten Brechkraftwerte sollten in
möglichst mehrere theoretisch-optische Formeln (z.B. Haigis,
Hoffer, Holladay 2, SRK/T), nicht jedoch in eine empirische Formel
(z.B. SRK II) eingesetzt werden.
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