Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Viskokanalostomie mit und ohne Implantation von hochvernetzter Hyaluronsäure

Lüke C., Dietlein T., Jacobi P. C., Konen W., Krieglstein G. K.,
Universität zu Köln, Zentrum für Augenheilkunde (Köln)

Hintergrund: Zum prospektiven Vergleich von Effektivität und Komplikationsprofil der Viskokanalostomie mit und ohne Implantation vernetzter Hyaluronsäure bei Patienten mit dysreguliertem Offenwinkelglaukom.
Methode: Bei 40 konsekutiven Patienten (40 Augen) mit dysreguliertem Offenwinkelglaukom wurde eine Viskokanalostomie durchgeführt. Nach Exzision der tiefen Skleralamelle wurde die Operation je nach Randomisation entweder als Standardviskokanalostomie (20 Augen) oder mit zusätzlicher Implantation von vernetzter Hyaluronsäure (20 Augen) zu Ende geführt. Nachuntersuchungen der Patienten erfolgten über einen Zeitraum von einem Jahr.
Ergebnisse: Der mittlere präoperative Intraokulardruck (IOD) betrug für alle Augen 26.5 (SD 6.1) mmHg. Einen Tag postoperativ betrug der mittlere IOD 8.1 mmHg (SD 5.6) für die Standardviskokanalostomiegruppe (p<0.001) und 12.0 (SD 5.2) für die Implantatgruppe (p<0.001). Die postoperative IOD-Differenz zwischen beiden Gruppen war statistisch signifikant (p = 0.03). Ein Jahr postoperativ wurde ein vollständiger Erfolg, der als IOD unter 22 mmHg ohne antiglaukomatöse Medikation definiert wurde, bei jeweils 40% der Patienten beobachet (p = 0.90). Die Inzidenz postoperativer Komplikationen war für beide Gruppen nicht unterschiedlich.
Schlussfolgerungen: Beide Operationstechniken, Viskokanalostomie mit und ohne Implantation von hochvernetzter Hyaluronsäure, bieten vergleichbare Erfolgsraten über einen Nachuntersuchungszeitraum von 12 Monaten. Die Gesamtrate postoperativer Komplikationen erscheint für beide Methoden gleichermaßen niedrig, wobei postoperative Hypotonien in der Implantatgruppe seltener gesehen wurden.

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