Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Polyhexamethylbiguanid zur präoperativen Antisepsis bei Katarakt-Operation

1Hansmann F., 2Ohgke H., 3Strobel H.-G., 4Kramer A., 1Geerling G.,
1Medizinische Universität zu Lübeck, Klinik für Augenheilkunde (Lübeck)
2Medizinische Universität zu Lübeck, Institut für Mikrobiologie und Hygiene (Lübeck)
3Medizinische Universität zu Lübeck, Apotheke des Universitätsklinikum (Lübeck)
4Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald, Institut für Hygiene und Umweltmedizin (Greifswald)

Hintergrund: Die Endophthalmitis stellt die gefährlichste Komplikation intraokularer Eingriffe dar. Zur Antisepsis wird der Bindehautsack daher präoperativ meist mit 1,25% Polyvinylpyrrolidon-(PVP)-Jod ausgespült. Dies kann zu kontaktallergischen Reaktionen führen. Mit dem Antiseptikum Polyhexamethylbiguanid (PHMB) in Kombination mit Polyethylenglycol steht ein Präparat (Lavasept©, Fresenius-Kabi) zur Verfügung, das diese Jod-assoziierten Nebenwirkungen vollständig vermeidet. Zusätzlich wird das Präparat von Schleimhäuten in bakteriziden Konzentrationen bis zu 3 Tage gebunden. Ziel dieser Studie ist es daher zu untersuchen, ob sich die zusätzliche präoperative Verwendung von 0,04% PHMB zur anhaltenden Keimreduktion im Bindehautsack eignet.
Methode: In einer randomisiert, kontrollierten Doppelblind-Studie erhalten je 10 Patienten in drei Untersuchungsgruppen eine präoperative Tropfserie mit 0,04% PHMB, 1,25% PVP-Jod oder 0,9% Kochsalz-Lösung zusätzlich zur intraoperativen Bindehautspülung mit 1,25% PVP-Jod. Vor und nach standardisierter Phakoemulsifikation wird das Ausmaß von Symptomen, Bindehautinjektion und Epitheliopathie der Augenoberflächen, sowie die im Bindehautsack vorliegende Zahl koloniebildender Einheiten mittels alginierter Tupfer quantifiziert.
Ergebnisse: Die zusätzliche präoperative Tropfserie wurde in allen Fällen bislang ohne Beobachtung unerwünschter Wirkungen toleriert. Die Ergebnisse der laufenden Doppelblind-Studie werden nach Demaskierung der Randomisierung dargestellt.
Schlussfolgerungen: Die Applikation von Lavasept© als Augentropfen ist lokal gut verträglich. Es ist zu hoffen, dass die zusätzliche Verwendung von 0,04% PHMB das Auge einen erweiterten perioperativen antiseptischen Schutz bietet.

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