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Sympathische Ophthalmie eine klinisch-pathologische Studie bei zehn Patienten
Schnitzler E., Holbach L., Friedrich-Alexander-Universität, Augenklinik (Erlangen)
Hintergrund: Die sympathische Ophthalmie ist eine schwerwiegende Komplikation nach perforierenden Verletzungen und intraokularen Eingriffen. Ziel unserer Studie war die retrospektive Untersuchung von zehn Patienten, bei denen die Diagnose nach Enukleation histopathologisch bestätigt wurde. Methode: Retrospektive Untersuchung der klinischen Verläufe bei 10 Patienten mit histologisch bestätigter Diagnose einer sympathischen Ophthalmie. Ergebnisse: Neun Patienten waren männlich, eine Patientin weiblich. Ihr Durchschnittsalter lag bei 48 Jahren (Minimum 21 Jahre, Maximum 73 Jahre). Bei vier Patienten war eine perforierende Verletzung vorausgegangen, bei einem Patienten eine traumatische Bulbusruptur, bei einem weiteren eine Phthisis bulbi nach stumpfen Augentrauma. In den anderen vier Fällen waren ausschließlich intraokulare Eingriffe vorangegangen. Bei zwei Patienten handelte es sich um Cataractoperationen mit Irisinkarzeration und bei zwei weiteren um Fälle mit sieben bzw. 19 Teiloperationen (ein Patient mit zweimaliger Zyklokryokoagulation, zweimaliger Vogtscher Stichelung, zweimaliger Vorderkammerspülung, Argonlaserkoagulation, peripherer Iridektomie; ein Patient mit Cerclage, Exokryokoagulation, Exodrainage, SF6-Tamponade, zweimaliger pars plana Vitrektomie, Membranepeeling , zweimaliger Retinotomie, zweimaliger Perfluorcarbonanwendung, zweimaliger Silikonötamponade, Phakektomie, Silikonöldrainage, Endolaser, zweimaliger Irdektomie, Nd-YAG-Iridotomie). Die Zeitdauer des Auftretens der sympathischen Ophthalmie variierte von 3 Monaten bis 50 Jahre nach der Verletzung oder dem ersten intraokularen Eingriff. Schlussfolgerungen: In der vorliegenden Studie erwies sich die sympathische Ophthalmie bei sechs Patienten als Folge eines vorangegangenen Traumas, bei vier Patienten als Folge von Operationen. Dabei fiel auf, dass bei den Cataractoperationen eine Irisinkarzeration vorlag und bei den anderen Patienten auffällig viele Teiloperationen vorangegangen waren.
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