Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Primäre Hinterkammerlinsenimplantation nach perforierender Hornhautverletzung mit traumatischer Katarakt

Weinand F., Plag M., Pavlovic S.,
Justus-Liebig-Universität Gießen, Zentrum für Augenheilkunde (Gießen)

Hintergrund: Ziel der Studie war es, die Ergebnisse und Komplikationsraten der operativen Behandlung einer traumatischen Katarakt aufgrund einer perforierenden Hornhautverletzung mit Linsenablassung oder Lensektomie und zeitgleicher Hinterkammerlinsenimplantation (IOL) zu analysieren.
Methode: Retrospektiv untersuchten wir 15 Patienten, die zwischen 1997 und 2001 in unserer Klinik wegen perforierender Hornhautverletzung mit traumatischer Katarakt mit und ohne intraokularem Fremdkörper (IOFB) operiert wurden. Bei allen Patienten wurde eine Linsenablassung oder Lensektomie und nachfolgende IOL-Implantation durchgeführt. Bei 6 Patienten wurde ein IOFB entfernt.
Ergebnisse: Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 8,2 Monate. 9 Augen (60%) erreichten postoperativ eine Sehschärfe von 0.5 oder besser, alle Augen erreichten eine Sehschärfe von 0,2 oder besser, ausgenommen ein Auge (letzter Visus = 0.025) mit einer zusätzlichen Makulapathologie. Hauptursache für eine verminderte Sehkraft waren zentrale Hornhautnarben und bei einem Patienten eine Makulapathologie. Bei vier Augen (25%) bildete sich ein Nachstar, der mit einer YAG-Laser-Kapsulotomie behandelt werden musste. Bei einem Auge musste eine PVR-Amotio mit einer Pars-plana-Vitrektomie mit Silikonölendotamponade versorgt werden.
Schlussfolgerungen: Eine primäre IOL-Implantation nach perforierender Augapfelverletzung mit traumatischer Katarakt hat eine günstige Visusprognose und ist mit einer niedrigen Komplikationsrate verbunden.

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