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Funktionelle Ergebnisse nach autologer Rotations-Keratoplastik: Eine retrospektive Analyse
Birnbaum F., Reinhard T., Ulbricht T., Haußer J., Sundmacher R., Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Universitäts-Augenklinik (Düsseldorf)
Hintergrund: Die autologe Rotations-Keratoplastik stellt bei zentralen Hornhautnarben eine therapeutische Option zur Visusrehabilitation dar. Ihr großer Vorteil gegenüber allogenen Verfahren ist das Ausbleiben von Immunreaktionen. In dieser retrospektiven Analyse sollen langfristige Ergebnisse präsentiert werden. Patienten: Seit 1988 wurden 11 männliche und 8 weibliche Patienten im medianen Alter von 24 ± 19 Jahren einer autologen Rotations-Keratoplastik unterzogen. Indikationen zur Operation waren Hornhautnarben nach Herpeskeratitis (6 Patienten), nach perforierender Verletzung (6 Patienten), nach bakteriellem Hornhautulkus (4 Patienten), bei Lidfehlstellung (2 Patienten) und nach Verätzung (1 Patient). Die mediane Nachbeobachtungszeit liegt bei 7,5 ± 4,4 Jahren. Ergebnisse: 16 von 19 Transplantaten sind innerhalb der Nachbeobachtungszeit zentral klar geblieben. Gründe für den Verlust der zentralen Transparenz waren Oberflächenstörungen bei Lidfehlstellung (2 Patienten) und ein Herpesrezidiv (1 Patient). Mit Brillenkorrektur war ein Visusanstieg von 0,2 ± 0,13 (präoperativer Median aller Patienten) auf 0,4 ± 0,25 (postoperativer Median aller Patienten), mit harter Kontaktlinse auf 0,5 ± 0,25 (postoperativer Median von 11 Patienten mit möglicher Kontaktlinsenanpassung) erreichbar. Der mediane postoperative Astigmatismus lag bei 4,0 ± 3,8 dpt, wobei 5 Patienten außerdem einen irregulären Anteil aufwiesen. Mitverantwortlich für die begrenzten Visusergebnisse waren eine Amblyopie (6 Patienten), ein Glaukom (2 Patienten), eine Katarakt (1 Patient) und Oberflächenstörungen bei Atopie (1 Patient). Schlussfolgerungen: Nur wenige postoperative Transplantatkomplikationen wurden beobachtet. Die begrenzten Visusergebnisse sind zum großen Teil nicht hornhautbedingt. Insbesondere in Situationen mit hohem Risiko für Immunreaktionen (beispielsweise im Säuglingsalter) kann die autologe Rotations-Keratoplastik daher als Alternative zu allogenen Operationsverfahren empfohlen werden.
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