Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Effekt von TGF-ß1 und TGF-ß2 auf Proliferation, Migration und Matrixproduktion kultivierter humaner Tenon-Kapselfibroblasten bei PEX und primärem Offenwinkelglaukom

1Kottler U. B., 2Schlötzer-Schrehardt U., 2Zenkel M., 2Küchle M., 2Jünemann A., 2Naumann G. O. H.,
1Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Universitäts-Augenklinik (Erlangen)
2Friedrich-Alexander-Universität, Augenklinik (Erlangen)

Hintergrund: Erhöhte Kammerwasserkonzentrationen von TGF-ß1 bei Patienten mit PEX-Syndrom/Glaukom und TGF-ß2 bei primärem Offenwinkelglaukom (POWG) können die Prognose filtrierender antiglaukomatöser Eingriffe verschlechtern.
Methode: Kultivierte Tenon-Kapselfibro-blasten von Patienten mit PEX-Syndrom/Glaukom, POWG und Katarakt wurden mit TGF-ß1 oder -ß2 in Konzentrationen zwischen 0.01 und 20 ng/ml für 1 bis 14 Tage stimuliert. Zellproliferation wurde mittels colorimetrischem WST-1-Test, extrazelluläre Matrixproduktion (Fibronektin, Kollagen Typ I und III) mittels Immunoassays und Migration mittels Migrationsassays bestimmt.
Ergebnisse: Sowohl TGF-ß1 als auch TGF-ß2 führten in einer charakteristischen dosisabhängigen Weise zu einer Stimulation von Proliferation und Matrixproduktion der Fibroblasten, wobei sich beide Isoformen nicht signifikant unterschiedlich auf die Proliferation auswirkten. Die Fibronektinsynthese wurde um den Faktor 5, die Kollagen-I-Synthese um den Faktor 10 gesteigert. Während beide Isoformen beim POWG einen ähnlichen Effekt auf die Matrixproduktion hatten, dominierte TGF-ß1 in der PEX-Gruppe. Die Migration wurde bei beiden Glaukomformen durch TGF-ß2 stimuliert.
Schlussfolgerungen: TGF-ß1 und -ß2 sind in pathophysiologischen Konzentrationen wirksame Stimulatoren der Proliferation und Matrixproduktion humaner Tenon-Kapselfibroblasten, was einen deutlichen Einfluss beider Isoformen bei Wundheilungsreaktionen nach filtrierender Glaukomchirurgie bestätigt. Aufgrund des besonderen Effekts von TGF-ß1 auf die Matrixsynthese von PEX-Fibroblasten könnte eine TGF-ß1-neutralisierende Therapie ein sinnvoller Ansatz zur Reduktion postoperativer konjunktivaler Vernarbungsreaktionen bei Augen mit PEX-Glaukom sein.

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