Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Mykobakterium kansasii Infektion des Auges bei einem HIV-Patienten

1Best J., 2Goebels K., 1Althaus C.,
1Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Universitäts-Augenklinik (Düsseldorf)
2Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Klinik für Gastroenterologie und Infektiologie (Düsseldorf)

Hintergrund: Opportunistische Infektionen mit Mykobakterium kansasii sind eine häufige Komplikation des aquired immunodeficiency sydrome (AIDS). Sie treten erst im späten Stadium einer HIV-Erkrankung auf und sind assoziiert mit einem fortgeschrittenen Immundefekt. Häufigster Manifestationsort ist der Respirationstrakts. Eine extrapulmonale Infektion ist selten, eine Infektion des Auges wurde bis heute nicht beschrieben.
Kasuistik: Ein 32jähriger griechischer Patient stellte sich im August 2001 in unserer HIV-Sprechstunde mit einer fortgeschrittenen CMV-Retinitis und -Papillitis des linken Auges vor. Bei schlechter Compliance sahen wir den Patienten erst 4 Monate später konsiliarisch mit einer rhegmatogenen Amotio und beginnender Phthisis bulbi. Bei starker Schmerzsymptomatik wurde eine Enukleation vorgeschlagen, welche der Patient ablehnte. Erst im Januar 2002 stellte sich der Patient mit einer ausgeprägten Endophthalmitis und einer subkonjunktivalen Schwellung im temporal oberen Quadranten mit Verdacht auf eine transsklerale Ausbreitung der Infektion vor. Ein Dünnschicht-CT zeigte keinen Einbruch in die Orbita. Das funktionslose und entzündete Auge wurde enukleiert.
Ergebnisse: Die histologische Untersuchung zeigte im vorderen und hinteren Augenabschnitt Granulome und säurefeste Stäbchen, welche durch die Sklera in den subkonjunktivalen Raum durchgebrochen waren. Nach mikrobiologischer Anzucht konnte mittels DNA-Hybridisierung die Diagnose einer Infektion mit Mykobakterium kansasii gesichert werden.
Schlussfolgerungen: Mykobakterium kansasii trat auch in diesem Fall bei einem fortgeschrittenem Immundefekt auf. Eine extrapulmonale Manifestation ist selten, kann aber das Auge betreffen. Diese Kasuistik ist die erste Beschreibung einer okulären Beteiligung bei einer Infektion mit Mykobakterium kansasii.

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