Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Vergleich verschiedener Betablocker hinsichtlich ihrer Wirkung auf die okuläre Hämodynamik und die Durchblutung des Sehnervenkopfes bei Glaukompatienten

Köller U. A., Müller M. F., Böhm A. G., Mollenhauer K., Pillunat L. E.,
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde (Dresden)

Hintergrund: Aufgrund ihrer guten augeninnendrucksenkenden Eigenschaften werden Betablocker in der Glaukomtherapie häufig eingesetzt. Bezüglich ihrer Wirkung auf die okuläre Perfusion ist jedoch bisher nur wenig bekannt. In dieser Studie wird der Effekt verschiedener Betablocker auf die okuläre Hämodynamik und die Durchblutung des Sehnervenkopfes bei Glaukompatienten untersucht.
Methode: Es wurden 30 Patienten mit primär-chronischem Offenwinkelglaukom (12 Männer, 18 Frauen; Durchschnittsalter 56,6 Jahre) in die Studie eingeschlossen. Alle Patienten erhielten jeweils für 4 Wochen Betaxolol (BX), Metipranolol 0,3% (ML)und Timolol 0,5% (TL) im Rahmen der randomisierten, doppelblinden, Crossover-Studie. Vor Studienbeginn wurden der Augeninnendruck, der pulsatile okuläre Blutfluss, die kapilläre Durchblutung des Sehnervenkopfes sowie systemische Parameter (Herzfrequenz, systemischer Blutdruck) gemessen. Die retinale kapilläre Durchblutung wurde mittels Heidelberg-Retina-Flowmeter ermittelt und der pulsatile okuläre Blutfluss, welcher hauptsächlich die Aderhautperfusion repräsentiert, durch Messungen mit dem OBF-System bestimmt. Nach 29 Tagen unter Therapieanwendung wurden alle Messungen wiederholt.
Ergebnisse: Nach Anwendung aller 3 Substanzen kam es wie erwartet zu einer Senkung des intraokularen Druckes (BX x = -6,1 mmHg, ML x = -6,3 mmHg, TL x = -5,7 mmHg). Der Blutfluss im Bereich des Sehnervenkopfes nahm unter Metipranolol (delta x = 79 AU) und Timolol (delta x = 140 AU) zu und unter Betaxolol ab (delta x = -15 AU). Der pulsatile okuläre Blutfluss stieg unter Anwendung von Metipranolol (x = 61 µl/min), während es zu einer Reduktion in den beiden anderen Gruppen kam (BX x = -11 µl/min, TL x = -43,7 µl/min). Der systolische und diastolische Blutdruck sank nach Betaxolol und Timolol, in der Metipranolol-Gruppe zeigte sich keine Veränderung nach Applikation der Substanz.
Schlussfolgerungen: Obwohl angenommen wird, dass unselektive Betablocker einen eher negativen Effekt auf die okuläre Perfusion haben sollen, zeigten sich in unserer Studie gegenteilige Ergebnisse : hier kam es zu einer Zunahme des Blutflusses im Bereich des Sehnervenkopfes nach Anwendung von Timolol und Metipranolol im Vergleich zu Betaxolol bei Patienten mit primär-chronischem Offenwinkelglaukom.

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