Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Korrelation zwischen parapapillärer Atrophie und Papillen- und retinalen Blutperfusionsmessungen bei Normaldruckglaukom

1Papastathopoulos K., 2Michelson G., 3Harazny J., 1Budde W. M., 2Mardin C. Y., 1Jonas J. B.,
1Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Fakultät für klinische Medizin Mannheim, Augenklinik (Mannheim)
2Friedrich-Alexander-Universität, Augenklinik (Erlangen)
3Friedrich-Alexander-Universität, Augenklinik, Labor für okuläre Perfusion (Erlangen)

Hintergrund: Die parapapilläre Atrophie ist eines der Kennzeichen der glaukomatösen Optikusatrophie. Für ihre Pathogenese wird eine Verminderung der choroidalen Perfusion in der parapapillären Region diskutiert. Ziel der vorliegenden Studie war, Ausmessungen der parapapillären Atrophie mit Durchblutungsmessungen in der Retina und an der Papilla N. optici in Patienten mit Normaldruckglaukom zu untersuchen und zu korrelieren.
Methode: Im Rahmen des Erlanger Glaukomregisters wurden 133 Augen von Patienten mit Normaldruckglaukom mit einem mittleren Alter von 55,50 ± 9,99 Jahren und einer mittleren Ametropie von -0,57 ± 2,61 Dioptrien, und 159 Augen von Normalpersonen einer altersangepassten Kontrollgruppe mit einem mittleren Alter von 54,75 ± 7,58 Jahren und einer mittleren Ametropie von -0,13 ± 1,28 Dioptrien in eine prospektive Studie eingeschlossen. Für alle Patienten und Normalpersonen wurden 15 Grad farbige Stereophotographien der Papille aufgenommen und morphometrisch ausgewertet. Die parapapilläre Atrophie wurde aufgeteilt in eine Zone Alpha mit unregelmäßiger Pigmentation und eine Zone Beta mit sichtbarer Sklera und sichtbaren großen Aderhautgefäßen. Die mittlere kapilläre Blutperfusion wurde mit der konfokalen Laser Scanning Flowmetrie (Heidelberg Retinal Flow Meter) im Bereich eines vorhandenen neuroretinalen Randsaumes innerhalb der Papille und im retinalen Bereich am temporalen und nasalen Papillenrand gemessen.
Ergebnisse: Gemessen im neuroretinalen Randsaum innerhalb der Papille und in der Retina am nasalen bzw. temporalen Papillenrand war der mittlere kapilläre Blutfluss nicht mit der Fläche der Zone Alpha (p=0,29; p=0,25; bzw. p=0,49) oder der Fläche der Zone Beta (p=0,47; p=0,81; bzw. p=0,42) der parapapillären Atrophie korreliert. Innerhalb der Normaldruckglaukomgruppe unterschieden sich Augen mit Zone Beta und Augen ohne Zone Beta nicht signifikant im mittleren kapillaren Blutfluss im neuroretinalen Randsaum (p=0,20), und in der Retina am nasalen Papillenrand (p=0,40) bzw. in der Retina am temporalen Papillenrand (p=0,17).
Schlussfolgerungen: In Augen mit Normaldruckglaukom ist die parapapilläre Atrophie nicht mit konfokalen Laser Scanning Flowmetrie Messungen der retinalen parapapillären und papillären Durchblutung korreliert.

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