Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Adhäsion und Vitalität porciner Linsenepithelzellen bei Kultivierung auf Poly(methyl methacrylat), Silikon und hydrophobem Acrylat

1Hesse Y., 1Lang G. K., 1Kampmeier J., 2Baldysiak-Figiel A., 1Lang G. E.,
1Universität Ulm, Augenklinik und Poliklinik (Ulm)
2Universität Ulm, Augenklinik und Poliklinik, Augenlabor (Ulm)

Hintergrund: Evaluation der Adhäsion und Vitalität von Linsenepithelzellen (LEC) bei Kultivierung auf drei verschiedenen Intraokulalinsenmaterialien.
Methode: Untersucht wurden folgende Linsenmaterialien: Poly(methyl methacrylat) (PMMA) (Pharmacia), Silikon (Pharmacia) und ein hydrophobes Acrylat (AcrySof, Alcon Surgical). Primäre porcine Linsenepithelzellen (5x104 Zellen/ml) wurden für eine Dauer von 10 Tagen auf je vier Disks eines jeden Materials kultiviert. Als Kontrolle dienten Zellen, die in unbeschichteten Wells einer 96-well Mikrotiterplatte angezüchtet worden waren. Die Zelladhäsion wurde an den Tagen 1,2,3,4,6,8,10 photodokumentiert. Ein Vitalitätstest der Zellen erfolgte am Ende des Versuchs mit Hilfe des LIVE-DEAD Kits (Molecular Probes). Die statistische Auswertung erfolgte mit dem Student t-Test für ungepaarte Stichproben.
Ergebnisse: Konfluentes Zellwachstum (Monolayer) war auf den AcrySof-Disks und in den Kontrollwells nach einem Tag erreicht und blieb über die Versuchsdauer hinweg konstant. An den PMMA- und Silikon-Disks adhärierten nur wenige abgerundete Zellen, deren Anzahl in Verlauf des Experiments abnahm. Der Vitalitätstest ergab einen Anteil an lebenden Zellen von 105,83 ± 21,78% (Mittelwert ± Standardabweichung) bei der Kontrolle und von 81,79 ± 51,74% bei den Acrylat-Disks, was sich nicht statistisch signifikant unterschied (p=0,1589). Eine signifikant geringere Anzahl an vitalen Zellen zeigte sich auf den Disks aus PMMA (-0,62 ± 2,24%) und Silikon (21,47 ± 8,42%). Der Anteil an toten Zellen war auf AcrySof-Disks signifikant höher (p<0,0001) als bei der Kontrolle (-1,49 ± 4,13%). Der Anteil an toten Zellen auf PMMA- und Silikon-Disks lag bei -14,51 ± 7,23% (p<0,0001) und 15,83 ± 16,28% (p=0,0036).
Schlussfolgerungen: An PMMA- und Silikon-Disks adhärierten signifikant weniger Zellen als bei der Kontrolle. Nach einer Kulturdauer von 10 Tagen wurde bei den AcrySof-Disks konfluentes Zellwachtum und ein der Kontrolle vergleichbarer Anteil an lebenden Zellen im Vitalitätstest beobachtet. Der Anteil an toten Zellen war im Vergleich zur Kontrolle jedoch signifikant höher.
Unterstützt durch Alcon und Pharmacia

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