Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Transfektion von Tenon-Fibroblasten mit Oligonucleotiden in vitro: Ein innovatives Konzept zur Modulation der Wundheilung nach Glaukomoperationen

1Luther T. T., 2Welsandt G., 1Jordan J. F., 1Krieglstein G. K., 1Mietz H.,
1Universität zu Köln, Zentrum für Augenheilkunde (Köln)
2Universität zu Köln, Zentrum für Augenheilkunde, Abteilung für Netzhaut- und Glaskörperchirurgie (Köln)

Hintergrund: Die Modulation der Wundheilung nach filtrierenden Glaukomoperationen ist ein immer noch wichtiges und interessantes Gebiet für innovative Ansätze, da bisherige Konzepte, die überwiegend zytotoxische Wirkungsweisen in den Vordergrund stellen, erhebliche Nebenwirkungen mit sich bringen. Anders wird hier erstmals ein Weg gezeigt, bei dem auf der Übertragung von spezifischen Gensequenzen in die Zielzelle ein apoptotischer Zelltod dann induziert wird, wenn Proliferationstendenzen des Zellmetabolismus eintreten.
Methode: Zellen der 3T3 Fibroblastenzelllinie und humane Tenonfibroblasten wurden in verschiedenen Dichten in 96-well-Platten ausgesät. Nach 24 Stunden wurde eine Mischung aus polykationischen Lipiden (Metafectene) und p53 Antisense Oligonucleotiden hinzugefügt. Nach weiterer 24-stündiger Inkubationszeit erfolgte ein Kristallviolett-Essay zur Ermittlung der Überlebens-, bzw. Proliferationsrate der Zellen. Zur Kontrolle wurden Zellen mit Mitomycin behandelt.
Ergebnisse: Die Zellpenetration des Liposomen-DNA-Komplexes konnte durch das Fluoreszein-label am Oligonucleotid als hoch quantifiziert werden. In den p53 Antisense Oligonucleotid-behandelten Zellen zeigte sich im Vergleich zu sonst identisch behandelten Zellen eine signifikante Wachstumsinhibierung. Diese war vergleichbar mit Effekten, die durch Mitomycin erreicht wurden.
Schlussfolgerungen: Die hier vorgestellte Methode ist ein neuer theoretischer Ansatz zur Modulation der postoperativen Vernarbungstendenz nach fistulierender Glaukomchirurgie. Es bleibt abzuwarten, ob ein in-vivo Einsatz dieses neuen Konzeptes wirkungsvoll genug ist, um bisherige etablierte Methoden zu ergänzen.

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