Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Leseplatzbeleuchtung für Sehbehinderte – Vorhandene und Gewünschte Beleuchtungsstärken und Lichtfarben

1Lindner H., 1Feyer R.-P., 2Röhl F.-W., 1Behrens-Baumann W.,
1Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitäts-Augenklinik (Magdeburg)
2Universität Magdeburg, Institut für Biometrie (Magdeburg)

Hintergrund: An 2 unabhängigen Gruppen von Sehbehinderten wurden die an den Leseplätzen in ihrer privaten Wohnung vorhandenen Beleuchtungsstärken und Lichtfarben und die subjektiven Wünsche in Bezug auf die Beleuchtungsstärken und die Lichtfarben, die im Experiment ermittelt wurden, miteinander verglichen.
Methoden: I. In 84 Wohnungen von Sehbehinderten (56 Frauen, 28 Männer, Durchschnittsalter 74,5 Jahre) wurden an den Leseplätzen die Beleuchtungsstärken gemessen und die Lichtfarben der vorhandenen Leseplatzbeleuchtung bestimmt. II. In der Low-vision-Abteilung der Univ.-Augenklinik Magdeburg wurde ein Lesepult mit einer Nahsehprobentafel durch eine elektronisch regelbare Leseplatzleuchte beleuchtet. 180 Sehbehinderte (64 Männer, 116 Frauen, Durchschnittsalter 73,5 Jahre) wurden gebeten, die nach ihrem Gefühl optimale Beleuchtungsstärke einzustellen und die angenehmste Lichtfarbe auszuwählen.
Ergebnisse: An den häuslichen Leseplätzen wurde im Median eine Beleuchtungsstärke von 383 lx (Spanne 75 – 10933 lx) gemessen. 80% aller Leseplätze hatten Beleuchtungsstärken < 1000 lx. Die häufigste Lichtfarbe war ein Gemisch aus Tageslicht- und Glühlampenlicht. Im Experiment betrug die gewünschte Beleuchtungsstärke im Median 10676 lx (Spanne 1500 – 23000 lx). Die am häufigsten gewünschte Lichtfarbe war Tageslicht (47%), gefolgt von Hell-Weiß (37%) und Warmton (16%).
Schlussfolgerungen: Die Beleuchtungsstärke der Leseplätze in den Wohnungen Sehbehinderter sind mit ca. 4% der im Experiment als wünschenswert ermittelten viel zu niedrig. Die vorhandenen Lichtfarben sind eher Warm-Weiß anstelle der gewünschten Hell-Weißen Lichtfarbe. Die Sehbehinderten müssen durch die Ophthalmologen und Augenoptiker besser beraten und durch Low-vision-Fachleuchte bei der Auswahl und Installation der Leseplatzbeleuchtung unterstützt werden.

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