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Retinaler Zentralarterien- und Zentralvenendruck in Patienten mit chronischem Offenwinkelglaukom
Brambring D., Jonas J. B., Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Fakultät für klinische Medizin Mannheim, Augenklinik (Mannheim)
Hintergrund: Das Ziel der vorliegenden Studie war, den Druck der retinalen Zentralarterie und Zentralvene mit Hilfe eines neuen, mit einem Goldmann Kontaktglas assoziierten Ophthalmodynamometers in Augen mit chronischem Offenwinkelglaukom zu messen und mit allgemeinen Parametern zu korrelieren. Methoden: Die Studie umfasste 7 Augen von Patienten mit chronischem Offenwinkelglaukom (Alter: 73,2 ± 13,0 Jahre), und 11 Normalaugen (Alter: 69,7 ± 17,0 Jahre). Unter Tropfanästhesie wurde ein Goldmann Kontaktglas, an dessen Halterand ein Drucksensor angebracht war, auf die Hornhaut aufgesetzt. Unter kontinuierlich zunehmendem Druck auf das Kontaktglas wurde der Augeninnendruck erhöht, und der Druck gemessen, bei dem die retinale Zentralvene bzw. Zentralvene anfingen zu pulsieren. Die Messungen wurden 10 mal wiederholt und der Mittelwert der 10 Messungen als Hauptmesswert verwendet. Ergebnisse: In der Glaukomgruppe maß der diastolische Kollapsdruck in der retinalen Zentralarterie 81,3 ± 10,1 mm Hg. Dieser Wert unterschied sich nicht signifikant (p=0,79) von dem entsprechenden Wert in der Kontrollgruppe (84,4 ± 19,5 mm Hg). In der retinalen Zentralvene betrug der diastolische Kollapsdruck in der Glaukomgruppe 25,3 ± 15,8 mm Hg. Dieser Wert war signifikant (p=0,03) höher als der Vergleichswert in der Kontrollgruppe (11,7 ± 6,6 mm Hg). Schlussfolgerungen: Gemessen mit einem neuen Goldmann Kontaktglas assoziierten Ophthalmodynamometer mit der Möglichkeit der direkten Beobachtung der Papille und der retinalen Zentralgefäße während der Untersuchung war der Kollapsdruck der retinalen Zentralvene in Augen mit chronischem Offenwinkelglaukom signifikant höher als der Vergleichswert in Normalaugen. Dies kann Ausdruck einer erhöhten Frequenz von retinalen Veneverschlüssen in Glaukomaugen sein. Der retinale Zentralarterienkollapsdruck unterschied sich nicht signifikant zwischen der Glaukom- und Kontrollgruppe.
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