Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Amnionmembrantransplantation bei akuter Verätzung

Walter S., Behrens-Baumann W.,
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitäts-Augenklinik (Magdeburg)

Hintergrund: Schwere Verätzungen sind durch den Verlust von Oberflächenepithel und durch starke Entzündungsreaktionen am vorderen Augenabschnitt gekennzeichnet. Sorsby und Symons beschrieben 1946 erstmals die Anwendung von Amnionmembranen nach schweren Verätzungen. Diese ersten Versuche, mit biologischen Membranen eine Reduktion der Entzündungreaktionen sowie die Stabilisierung des Oberflächenepithels zu erreichen , wurden 1995 durch die Arbeitsgruppe um Tseng unter zellbiologischen Aspekten weiterentwickelt.
Patientin: Eine 38 jährige Patientin wurde bei uns nottfallmäßig wegen eines Anschlages mit Salzsäure eingeliefert. Die Patientin war ateminsuffizient und wurde beatmet.
Befunde: Es zeigten sich multiple Verätzungen im Gesicht-, Mund- und Halsbereich. Spaltlampenmikroskopisch stellten sich beidseits Lidschwellungen, eine ausgeprägte Bindehautchemosis mit zerstörtem Randschlingennetz sowie Hornhauterosiones mit Eintrübungen li> re dar. Die kontrollierte Beatmung unter Analogsedierung konnte bei Kreislaufstabilisierung nach einem Tag beendet werden. Das Sehvermögen betrug zu diesem Zeitpunkt am rechten Auge 0,3 und am linken Auge 0,1. Unter der antientzündlichen Therapie besserte sich der Befund am linken Auge nicht, so daß am 3. Behandlungstag eine Amnionplastik mit einer radiären Bindehautschlitzung erfolgte. Zur Stabilisierung wurde eine therapeutische Kontaktlinse aufgesetzt. Diese Amnionmembran löste sich nach 12 Tagen auf, wobei sich das Randschlingennetz und das Hornhautepithel stabilisiert hatten. Mit intaktem Hornhautepithel konnte die Patientin mit einem Sehvermögen von 0,8 beidseits entlassen werden.
Schlussfolgerungen: Die Amnionmembran scheint als Basalmembran eine schnelle Reepithelialisierung bei Verätzungen zu gewährleisten und erweitert somit das Spektrum der Möglichkeiten zur Wiederherstellung der Augenoberfläche.

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