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Digitale Planimetrie zur Langzeit-Verlaufskontrolle bei Patienten mit Normaldruckglaukom
1Nguyen N. X., 1Meindl C., 1Horn F. K., 1Langenbucher A., 2Dzialach M., 1Mardin C. Y., 1Friedrich-Alexander-Universität, Augenklinik (Erlangen) 2Friedrich-Alexander-Universität, Augenklinik, ERG-Labor (Erlangen)
Hintergrund: Ziel dieser Studie ist es die Validität der quantitativen Planimetrie der Papille mit einem neuen digitalen Verfahren1 im Langzeitverlauf bei Augen mit Niedrigdruckglaukom zu untersuchen und mit den morphologischen Veränderungen zu korrelieren. Material und Methoden: Die Studie umfaßt 40 Augen von 40 Patienten (Alter 61±12 J) mit Normaldruckglaukom bei einer mittleren Beobachtungsdauer von 4,9±2,1 (Spannweite: 3-9) Jahre. Bei allen Patienten wurde jährlich eine standardisierte klinische ophthalmologische Untersuchung einschließlich 15° Stereo-Papillenphotos und automatischer Perimetrie durchgeführt. Die Papillenphotos wurden zuerst morphologisch beurteilt, ob ein Zeichen für eine Progression der glaukomatösen Optikusatrophie im Vergleich zur Erstuntersuchung vorlag. Bei 18 Augen wurden morphologisch Zeichen für eine Progression der glaukomatösen Optikusatrophie erkannt, bei 22 Augen war die Papille morphologisch unverändert. Die Analyse des ersten und letzten Papillendias wurde digital-planimetrisch von einem unabhängigen Untersucher ohne Vorkenntnisse der morphologischen Ergebnisse durchgeführt. Ergebnisse: Die digital gemessene Papillenfläche unterschied sich statistisch nicht zwischen erstem und letztem Papillenphotos (3,06*0,74mm² vs 3,06*0,72mm², p=0,98). Der mittlere Unterschied der Papillenfläche zwischen zwei Untersuchungen betrug 0,027±0,071mm², der Reliabilitäts-Koeffizient (Cronbachs Alpha) war 0,99. Der neuroretinale Randsaum (NRR) nahm in Augen mit morphologischer Progression um 0,17±0,15mm² hoch signifikant ab (p<0,0001). In Augen ohne morphologischer Progression reduzierte sich der NRR um 0,06±0,13mm² (p=0,01). Schlussfolgerungen: Durch die Berücksichtigung und Anpassung des Abbildung-Maßstabes bei digitaler Planimetrie ist die Schwankung der Papillenfläche in der Verlaufsbeobachtung des morphometrischen Glaukomschadens minimal. Die Methode ermöglicht die quantitative Erfassung von geringen Veränderungen des NRR und ist eine sinnvolle Ergänzung zur Früherkennung morphologischer Progression bei Glaukomen im Verlauf. 1. Nguyen et al. Klin Monatsbl Augenheilkd 2001; 218: 727-732 Mit Unterstützung der DFG (SFB 539)
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