Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Darstellung und Beurteilung der Aderhautperfusion bei Glaukompatienten mittels farbkodierter Doppler-Sonographie im Vergleich mit anderen Methoden

Zeitz O., Matthiessen E. T., Reuss J., Richard G., Klemm M.,
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde (Hamburg)

Hintergrund: Störungen der Hämodynamik sind Ursache zahlreicher Augenerkrankungen oder werden wie z.B. beim Glaukom als pathophysiologischer Co-Faktor diskutiert. Daraus resultiert ein großer Bedarf an Methoden zur Bestimmung der okulären Durchblutung. Einige Studien sehen diagnostische Vorteile der farbkodierten Dopplersonographie (CDI) gegenüber anderen Verfahren. Ein systematischer Vergleich der CDI mit anderen Methoden ist bisher nicht durchgeführt worden.
Methode: n=56 Augen von n=28 Patienten mit primär chronischem Offenwinkelglaukom wurden mit Laser Doppler Flowmetrie (LDF) und/ oder Langham-ocular-blood-flowmetry (LOBF) und CDI untersucht. Der statistische Vergleich erfolgte durch Ermittlung des Spearman Korrelationskoeffizienten (R).
Ergebnisse: Der Fluss gemessen mit der LDF korrelierte mit dem Maximum (TAMx) und dem Mittelwert (TAMn) der durchschnittlichen Flußgeschwindigkeit gemessen mit CDI in der langen, nicht aber der kurzen hinteren Ziliararterie (TAMx: R=0.466,p=0.038,n=20; TAMn: R=0.462,p=0.040,n=20). LOBF korrelierte mit dem Pulsatilitätsindex (PI) und dem Widerstandsindex (RI) aus der CDI der kurzen (PI: R=0.514,p=0.002,n=35; RI: R=0.438,p=0.008,n=35) und langen hinteren Ziliararterie (PI: R=0.436,p=0.009,n=35; RI: R=0.506,p=0.002,n=35). Bei Aufteilung des untersuchten Patientenkollektives in eine Subgruppe mit progredientem und eine mit stabilem Glaukom, zeigte sich in der Subgruppe mit progredientem Glaukom eine signifikant niedrigere enddiastolische Flussgeschwindigkeit in der kurzen hinteren Ziliararterie (p=0.003). In allen anderen erhobenen Parametern waren keine Unterschiede zwischen den Subgruppen nachweisbar.
Schlussfolgerungen: Die Methoden stützen sich gegenseitig durch partielle Korrelationen. Die CDI erhebt zusätzliche, detailliertere Parameter der okulären Perfusion. Die Subgruppenanalyse legt den Schluss nahe, dass erniedrigte enddiastolische Flussgeschwindigkeiten in der kurzen hinteren Ziliararterie die Progredienz des Glaukoms begünstigen.

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