Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Einfluss zilioretinaler Gefäße auf das Muster des glaukomatösen Optikusschadens

Budde W. M., Jonas J. B.,
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Fakultät für klinische Medizin Mannheim, Augenklinik (Mannheim)

Hintergrund: Das Muster der glaukomatösen Optikusatrophie ist u. a. abhängig von der Position des retinalen Gefäßstamms auf der Lamina cribrosa. Sowohl lokal nutritive Effekte als auch mechanisch stabilisierende Effekte werden als Ursache für diesen Zusammenhang diskutiert. Ziel der Studie war es zu untersuchen, ob zilioretinale Gefäße einen ähnlichen Effekt auf die Ausprägung der glaukomatösen Optikusatrophie haben. 
Methode: Je ein Auge von 168 Patienten mit chronischem Offenwinkelglaukom, die konsekutiv in eine Glaukomverlaufsstudie eingeschlossen worden waren, wurde ausgewertet. Zugrunde lagen planimetrisch vermessene 15° Stereodiapositive der Papillen. 41 Augen zeigten eine zilioretinale Arterie am temporalen Papillenrand. Die Augen mit und ohne zilioretinaler Arterie unterschieden sich nicht signifikant in Papillenfläche, Gesamtfläche des neuroretinalen Randsaums, Ametropie, Alter und Geschlecht der Patienten.
Ergebnisse: Die Augen mit bzw. ohne zilioretinale Arterie unterschieden sich nicht signifikant im Verhältnis Randsaumfläche im temporalen 60° Sektor zu Gesamtrandsaumfläche noch im Verhältnis Randsaumfläche temporal zu Randsaumfläche nasal (P>0,8). Ebenfalls bestand kein Unterschied in Häufigkeit des Auftretens oder Ausprägung einer parapapillären Atrophie („Zone beta“) (P>0,8).
Schlussfolgerungen: Im Gegensatz zum Gefäßstamm der retinalen Zentralgefäße scheinen zilioretinale Gefäße keinen lokal schützenden Effekt vor glaukomatöser Schädigung des neuroretinalen Randsaums zu haben.
Mit Unterstützung der DFG (SFB 539)

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