Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Behandlung subretinaler Blutungen infolge altersbedingter Makuladegeneration mit TPA und Gas bei vergleichsweise gutem Ausgangsvisus

1Schulze S., 2Hesse L.,
1Philipps-Universität Marburg, Medizinisches Zentrum für Augenheilkunde (Marburg)
2Augenklinik der SLK-Kliniken (Marburg)

Hintergrund: Gegenwärtig ist strittig, ob Patienten mit subretinalen Blutungen bei altersbedingter Makuladegeneration (AMD) die eine Sehschärfe von 0.1 oder mehr besitzen, mittels intravitrealer Injektion von TPA- und Gas behandelt werden sollten.
Methode: Wir werteten retrospektiv die Krankenakten von 33 Patienten mit subretinalen Blutungen aus, welche sich mit einer Sehschärfe von 0.1 oder mehr zwischen April 1996 und September 2001 in unserer Behandlung befanden. Alle Patienten (16 Männer, 17 Frauen, mittleres Alter 76.8 Jahre) wurden mit TPA und Gas behandelt. Wir untersuchten die Patienten hinsichtlich ihrer Visuswerte (präoperativ, 1 Woche und 3 Monate postoperativ), Alter und Ausdehnung (Durchmesser und Prominenz) der Blutung.
Ergebnisse: Die Patienten wiesen einen mittleren Visusabfall von einer Visusstufe 3 Monate nach TPA und Gas auf. Im Vergleich zur präoperativen Sehschärfe verschlechterte sich der postoperative Visus nach 1 Woche und 3 Monaten signifikant (p<0.01) durch Wachstum der zugrundeliegenden CNV. Der Ausgangsvisus blieb auch nach einer multiplen Regressionsanalyse ein unabhängiger Vorhersagewert der späteren Sehschärfe. Zudem zeigte sich, dass eine größere Blutungsprominenz mit einem geringeren postoperativen Visus nach 1 Woche korreliert.
Schlussfolgerungen: Trotz guter Ergebnisse der Behandlung subretinaler AMD-bedingter Blutungen mit TPA und Gas bei Patienten mit geringer präoperativer Sehschärfe erscheint die Behandlung von Patienten mit einem vergleichsweise guten Visus von 0.1 oder mehr nicht sinnvoll.

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