Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Lyseversuch 32 Stunden nach arteriellem Gefäßverschluß - ein Fallbericht.

Uhlig C. E., Busse H.,
Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde (Münster)

Einleitung: Die Behandlung arterieller okulärer Gefäßverschlüsse verläuft häufig funktionell unbefriedigend. Dabei stellt die zwischen dem Verschlußereignis und den initialen Therapiemaßnahmen zurückliegende Zeit den entscheidenden limitierenden Faktor dar.
Material und Methode: Fallbeschreibung eines Patienten mit retinalem arteriellen Gefäßverschluß, der erstmals 32 Stunden nach subjektiver Symptomatik augenärztlichen Notfall-Therapiemaßnahmen zugeführt wurde.
Resultate: 71-jähriger Patient mit Zustand nach Herzhinterwandinfarkt bei koronarer Eingefäßerkrankung, eingeschränkter Linksventrikelfunktion und beidseitig langstreckiger Plaquebildung der A. carotis communis, der über eine deutliche Sehverschlechterung mit Gesichtsfeldeinschränkung des linken Auges klagte. Zwei Tage zuvor war außerhalb unserer Klinik die Diagnose eines Zentralarterienverschlusses ohne Einleitung weiterer Maßnahmen gestellt worden. Der Visus betrug bei Aufnahme 1/50 exzentrisch. Das Gesichtfeld wies ein von zentral ausgehendes, den unteren temporalen Quadranten miteinbeziehendes Skotom auf. Funduskopisch und fluoreszenzangiographisch fanden sich ein Makulaödem sowie im Papillenbereich eine Hauptast-Stenose der A. centralis retinae und eines Astes der A. cilioretinalis. Verabreicht wurden 100 mg Acetylsalicylsäure oral sowie 500 mg Acetazolamid i.v. und unter gleichzeitiger i.v.-Heparinisierung (5000 IE im Bolus sowie 900 IE/h als Dauerinfusion) wurde 15 Minuten eine Bulbusmassage durchgeführt. Am Folgetag betrug der Visus 0.9, die Gesichtsfelddefekte waren unverändert. Aufgrund des erhöhten Hämatokrits (46,9%) wurde zusätzlich eine isovolämische Hämodilution durchgeführt. Sieben Tage nach Therapiebeginn zeigte eine Kontroll-Fluoreszenzangiographie regelrecht perfundierte arterielle Gefäße bei stabilem Visus.
Schlussfolgerungen: Der Fallbericht veranschaulicht, daß auch länger zurück-liegende okuläre arterielle Gefäßverschlüsse durch konsequente Therapieführung im Einzelfall funktionell entscheidenden Erfolgen zugeführt werden können.

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