Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Fallbericht einer Saccus lacrimalis-Stenose durch B-Zell-Lymphom

1Uhlig C. E., 1Hackethal U., 2Herbst H., 1Busse H.,
1Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde (Münster)
2Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Gerhardt-Domagk-Institut für Pathologie (Münster)

Hintergrund: Tumoren der ableitenden Tränenwege sind seltene Ursachen für Dakryozystitiden oder Epiphora als Ausdruck funktioneller Tränenwegsstenosen. Wir berichten über eine 65-jährige Patientin in gutem Allgemeinzustand, die über eine seit 6 Monaten bestehende, prallelastische, an Größe zunehmende, knotige Prominenz (7 x 7 mm) im linken medialen Lidwinkel klagte mit zeitgleich aufgetretener Epiphora ohne weitere Entzündungszeichen. Die internistische Anamnese war bis auf eine Gamma-GT-Erhöhung bei regelrechten Transaminase-Werten und einen Zustand nach Ulcus ventriculi im Rahmen einer Helicobacter pylori-Besiedlung unauffällig.
Methode: Orbitazielaufnahme mit Kontrastmittelanreicherung der Tränenwege, Tränenwegssondierung und endoskopische Tränenwegsdarstellung in Intubationsnarkose sowie Probebiopsie mit histopathologischer Aufarbeitung.
Ergebnisse: Bei Sondierung des linksseitigen Tränenwegs über den unteren und oberen Canaliculus war endständig ein häutiger Widerstand spürbar. Unter Spülung lag kontralateraler Reflux vor; eine durchgängige Spülbarkeit in den Nasenraum konnte nicht erzielt werden. Die Tränenwege ließen sich nahezu bis zum Saccuseingang mit Kontrastmittel darstellen. In Intubationsnarkose war der komplette Tränenweg endoskopisch bei erhaltener Saccusprominenz passierbar. Eine Probebiopsie tumorösen Gewebes mit papillomatöser Oberflächenstruktur ergab ein niedrig malignes B-Zell-Lymphom vom Marginalzonentyp.
Schlussfolgerungen: Funktionelle Stenosen im Bereich der Tränenwege sollten insbesondere bei fehlender Entzündungs- aber auch bei unauffälliger Allgemeinsymptomatik differentialdiagnostisch an lymphoproliferative Prozesse denken lassen und zu einer Probebiopsie, gegebenenfalls im Rahmen einer Tränenwegsendoskopie, Anlass geben.

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