Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Endothelzellverlust nach immunologischer Transplantatreaktion bei Normalrisiko-Keratoplastik

1Nguyen N. X., 1Cursiefen C., 1Langenbucher A., 2Martus P., 1Seitz B., 1Küchle M.,
1Friedrich-Alexander-Universität, Augenklinik (Erlangen)
2Freie Universität Berlin, Klinikum Benjamin Franklin, Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (Berlin)

Hintergrund: Ziel unserer Arbeit war es, das Ausmaß des Endothelverlustes nach immunologischer Transplantatreaktion (TR) nach Normalrisiko-Keratoplastik (PK) zu untersuchen.
Patienten und Methode: In die Studie gingen 24 Patienten aus der prospektiven Erlanger Normalrisiko-PK-Studie ein, die folgende Einschlußkriterien erfüllten: 1) Die endotheliale TR wurde in unserer Klinik biomikroskopisch diagnostiziert und behandelt und 2) mindestens 1-Jahr-Verlaufskontrollen nach der TR. Eine standardisierte ophthalmologische Untersuchung einschließlich Bestimmung der Endothelzelldichte mittels Spiegelmikroskopie (EM-1100, Tomey) wurde vor, während und nach TR in einem definierten Raster in einer speziellen PK-Sprechstunde durchgeführt.
Ergebnisse: Die Endothelzellzahl (Zellen/mm2) betrug vor dem Auftreten der TR durchschnittlich 1915 ± 466 und nahm im Verlauf 6 Monaten bzw. 12 Monaten nach TR signifikant ab (1249±406; p<0,0001/ 1023±308; p<0,0001). Bei 20 Patienten blieb das Transplantat bis zum Ende des Beobachtungszeitraums klar mit einem stabilen bestkorrigierten Visus von 0,6±0,3. Bei 4 Patienten (16%) kam es zur irreversiblen Eintrübung des Transplantates. Das Zeitintervall zwischen Erstsymptom und Beginn der Therapie war bei Patienten mit reversibler TR deutlich kürzer (6±4 Tage) als bei Patienten mit irreversibler TR (24±11 Tage; p=0,002). Die Endothelzelldichte nahm in den ersten 6 Monaten um 39±17% gegenüber dem Ausgangwert ab. In den nächsten 6 Monaten reduzierte sich die Endothelzelldichte weniger gegenüber dem 6 Monatsbefund (11±11%).
Schlussfolgerungen: Trotz des Vorhandenseins eines klaren Transplantates und sehr guter Visusrehabilitation nach immunologischer TR zeigten sich deutliche Endothelzellverluste innerhalb des ersten Jahres. Diese Veränderungen können für eine spätere Transplantateintrübung prädisponieren. Die geringere Abnahme der Endothelzellzahl ab 6 Monate nach TR könnte durch eine mögliche Endothelzellmigration aus der Wirtshornhaut erklärt sein.
Mit Unterstützung des BMBF (IZKF Erlangen, Projekt B13).

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